Studie Standort Mittelhessen: Das ist Arbeitnehmern wichtig

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Marc Kühweg, Marie Lechner und Ann-Kathrin Wehrfritz mit Prof. Dr. Christine Wegerich (Hochschule für angewandte WissenschaftenWürzburg-Schweinfurt) und ihrem Projektfallgeber Manuel Heinrich vom Regionalmanagement Mittelhessen (von rechts nach links).

Vier Studierende der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt haben den Karrierestandort Mittelhessen analysiert.

Die angehenden BWL-Bachelor Marc Kühweg, Marie Lechner, Sophia Rollmann und Ann-Kathrin Wehrfritz überprüften anhand einer Umfrage unter ihren Kommilitonen, wie deutlich die Karriereperspektiven in Mittelhessen für potentielle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind. Dabei kamen überraschende Ergebnisse zu Tage, wie Marc Kühweg zusammenfasst: „Die Priorisierung von Kinderbetreuungsprojekten und die Bedeutung der Nähe zur Natur habe ich so nicht erwartet.“ Wie bei einer ähnlichen Befragung in Mittelhessen ergab sich, dass 80 Prozent der im Durchschnitt 24-Jährigen bereit wären, für ein Jobangebot in eine neue Region zu ziehen, über 65 Prozent aber lieber in die Stadt als aufs Land.

Wichtig: Wohnraum, Infrastruktur, Arbeitsplätze

Wenig überraschend waren die Prioritäten im Bereich Einwohnerbedarfe: bezahlbarer Wohnraum ist wichtiger als ruhiges oder urbanes Wohnen, Arbeitsplätze vor Ort ausschlaggebender als das (Hoch-)schulangebot, Supermärkte vor Ort werden Bioläden und Shoppingcentern vorgezogen. Auch in der Kategorie der Kommunen zunächst wenig erstaunliches: hohe Verfügbarkeit an Immobilien ist den zukünftigen Arbeitnehmern wichtig, die kommunikative Infrastruktur wird höher bewertet als der öffentliche Nahverkehr.

Auf die Frage „Für welche Projekte sollte sich die Kommune, in der Sie leben besonders einsetzen?“ kam die erste Überraschung: Kinderbetreuungsprojekte werden klar vor Bildungs-, Finanz- oder sozialen Projekten gesehen. Im Freizeitbereich bevorzugen die Würzburger Studierenden Restaurants und Cafés deutlich vor Bars, Discos, Events oder Kinos sowie ein breit gefächertes Angebot zum aktiven Sporttreiben.

Gefragt nach der Wichtigkeit der Naturangebote, zogen die Befragten nicht etwa Rad- und Wanderwege, sondern städtische Grünanlagen und die Nähe zur Natur wie Wälder und Gewässer gleichermaßen vor. Schließlich ging es um die Unternehmen, also die potentiellen Arbeitgeber: hier soll der Wunscharbeitgeber vor allem Arbeitsplatzsicherheit gepaart mit gerechter Entlohnung bieten, Interessante Aufgaben und Projekte werden dem internationalen Einsatz deutlich vorgezogen und die Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern der Diversität, auch gegenseitiges Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Unternehmen ist den BWL-Studierenden wichtig. In der Folge klopfte die Projektgruppe Mittelhessen daraufhin ab, inwiefern wie die Hauptwünsche der Befragten erfüllt werden.

Das Fazit: die meisten Anforderungen werden von der Region und ihren Gebietskörperschaften klar erfüllt, nur an der Darstellung (analysiert wurden Online-Auftritte) kann man noch feilen.

Das Regionalmanagement Mittelhessen stärkt und vermarktet den Wirtschafts- und Hochschulstandort in der Mitte von Hessen. Mehr zur Region und zum Regionalmanagement auf www.mittelhessen.eu

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