100 Tage im Amt: KKH-Geschäftsführer Ingo Breitmeier berichtet über seine Arbeit

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Im Gespräch über das Alsfelder Krankenhaus: KKH-Geschäftsführer Ingo Breitmeier und Landrat Manfred Görig.

An die 100 Tage ist Ingo Breitmeier nun als neuer Geschäftsführer im Alsfelder Kreiskrankenhaus (KKH) im Amt.

Landrat Manfred Görig und Breitmeier berichten im Gespräch mit ALSFELD AKTUELL über die Zukunft des Hauses in den nächsten Jahren, die Zusammenarbeit und Neuerungen. Dabei fühlt sich Breitmeier ausgesprochen wohl an seiner neuen Arbeitsstätte: „Mir geht es gut in Alsfeld. Die Identifikation mit dem Haus ist ausgesprochen hoch, das Wir-Gefühl mach sehr viel Freude und die Wege sind kurz.“ Die Büros seien nahe beieinander und Gespräche könnten auch mal in der Krankenhauskantine gehalten werden. Den engen Austausch sieht er als einen Vorteil. „Dabei sind besonders kleine Krankenhäuser hart am Wind“, so der 58-Jährige, denn die Notfallversorgung und die volle Bereitschaft müssten von einem kleinen Team gestemmt werden. Dadurch seien die Fixkosten höher.

Finanzielle Lage nun deutlich besser

Trotzdem habe sich die finanzielle Lage des Krankenhauses nach den schwierigen Jahren 2012/2013 deutlich verbessert. Görig: „Wir sind jetzt auf einem guten Weg und wir möchten selbstständig bleiben.“ Das Defizit sei deutlich geringer und das Hause solle sich in fünf Jahren selbst finanzieren können.

Medizintechnik auf neuestem Stand

Dabei seien 2 Millionen Euro allein in Medizintechnik investiert worden, sodass man damit und auch mit den Pflegebetten auf dem neuesten Stand sei. Und dass die Patienten mit der Versorgung im Krankenhaus zufrieden seien, merke man an den Zahlen. „Mit unseren Chefärzten in der Unfall- und Bauchchirurgie, einem Lungenexperten, einer Rheumatologin, Gefäßchirurgen und Wirbelsäulenspezialisten bieten wir Leistungen wie größere Häuser. Da fahren manche Patienten 200 und 300 Kilometer weit“, berichtet Breitmeier. Von der Zukunftsfähigkeit zeigt sich Breitmeier dadurch überzeugt. Deswegen sieht er die Abteilungen gut aufgestellt, eine Änderung sei momentan nicht geplant.

Sanierung hat bereits begonnen

Eine Sanierung des Hauses sei mit 33 Millionen Euro angesetzt: „Momentan werden die Fassade der Physikalischen Therapie energetisch und die Flachdächer gegen Wassereinbrüche saniert“, so Görig. Denn das Krankenhaus sei seit dem Bau in den 80ern inzwischen in die Jahre gekommen. Breitmeier fühlt sich im Vogelsbergkreis sehr wohl: „Ich bin kein Stadtmensch und habe auch in Hamburg am Stadtrand gewohnt. Der Vogelsberg ist landschaftlich traumhaft schön, die Menschen hier sind sehr angenehm.“ Noch pendele er zu seiner Frau und den beiden 14 und elf Jahre alten Kindern, könne sich aber vorstellen, mit der gesamten Familie nahe Alsfeld zu wohnen.

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