Horrorunfall: Gefahrgut-Transporter kracht ungebremst ins Stauende auf der A5 bei Alsfeld

Stundenlang geht auf der Autobahn A5 bei Alsfeld nichts mehr. Ein LKW-Fahrer, der Gefahrgut transportierte, kracht nahezu ungebremst ins Stauende.

Alsfeld. Wie hier bereits berichtet, ereignete sich auf der Autobahn A5 bei Alsfeld ein schwerer LKW-Unfall.

Ein Sattelzug prallte nahezu ungebremst auf einen anderen am Stauende stehenden Sattelzug. Wie die Polizei meldet, war es infolge hohen Verkehrsaufkommens auf der BAB 5 in nördlicher Fahrtrichtung zwischen der Anschlussstelle Alsfeld-Ost und dem Hattenbacher Dreieck zum Stau gekommen.

Dadurch musste ein 23-jährige Führer eines Sattelzugs auf dem rechten Fahrstreifen fast bis zum Stillstand abbremsen. Ein nachfolgender Sattelzug erkannte dies nicht rechtzeitig und fuhr auf das Heckportal auf.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei fuhr der LKW nahezu ungebremst auf. Zwar hatte der 61-jährige Fahrer noch versucht, nach rechts auf den Seitenstreifen auszuweichen. Doch die Reaktion kam zu spät.

Durch die Wucht des Aufpralls riss das Führerhaus des auffahrenden Sattelzug vom Fahrgestell ab. Der Fahrer erlitt schwerste Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein nahegelegenes Klinikum geflogen werden.

Da der auffahrende Sattelzug Gefahrgut in seinem Tankbehälter geladen hatte, rückte ein Großaufgebot der Feuerwehr zur Absicherung an. Glücklicherweise ist nach bisherigen Erkenntnissen das Gefahrgut nicht ausgetreten.

Der Fahrer des vorausfahrenden Sattelzugs blieb unverletzt, am Heckportal des Aufliegers entstand Sachschaden. Zur Ermittlung der Unfallursache wurde ein Gutachter hinzugezogen.

Die Fahrbahn in Fahrtrichtung Kassel musste für drei Stunden komplett gesperrt werden. Die Südfahrbahn musste zur Landung des Rettungshubschraubers für eineinhalb Stunden gesperrt werden.

Im Zuge der Bergungsarbeiten, die noch mehrere Stunden andauern werden (Stand: 10. Januar 2018, 21.46 Uhr), wird es in Fahrtrichtung Kassel zu weiteren Behinderungen kommen. In Fahrtrichtung Kassel bildete sich Rückstau in zehn Kilometer Länge, in Fahrtrichtung Frankfurt a.M. sechs Kilometer. Der Gesamtschaden beläuft sich geschätzt auf rund 70.000 Euro.

Folgemeldung: Der Unfall forderte ein Todesopfer. Mehr lesen Sie hier.

Rubriklistenbild: © dpa

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