6. Unternehmertag: Viele Anregungen zur Zukunft der Alsfelder Innenstadt

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Gut besucht war der sechste Unternehmertag, zu dem die Stadt Alsfeld in Person von Bürgermeister Stephan Paule und Wirtschaftsförderer Uwe Eifert alle Alsfelder Unternehmerinnen und Unternehmer einlud.

Auch Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak, Stadtverordnetenvorsteher Michael Refflinghaus sowie zahlreiche weitere Vertreter der örtlichen Politik ließen es sich nicht nehmen, an der Veranstaltung teilzunehmen. „Der Unternehmertag bietet allen Alsfelder Gewerbetreibenden die Möglichkeit, sich kennenzulernen und sich auszutauschen“, so Paule während der Begrüßung. Deshalb sei das Programm im Vergleich zum Vorjahr deutlich eingeschmolzen worden, um im Anschluss an die Vorträge Zeit zu ausgiebigen Gesprächen bei einem Imbiss zu bieten. Lobend erwähnte Paule den erfolgreichen Umzug von Autoteile Ruhl und den Umbau der Villa Raab durch Familie Bohn, die stetig voranschreite.

In seinem Vortrag befasste sich Paule mit der Zukunftsfähigkeit der Alsfelder Innenstadt, der anstehenden Sanierung des Marktplatzes und den Chancen, die sich daraus für die Bürger und Gewerbetreibenden bieten. Er rief dazu auf, die Baustelle als Chance zu nutzen und Positives für sich herauszuziehen. „Die Zufriedenheit der Alsfelder Bürger wird in Meckerwatt gemessen“, so Paule scherzhaft. Chancen-Studien zur Alsfelder Innenstadt hätten auch Befragungen der Bevölkerung beinhaltet. Negativ seien die Parksituation, Verkehr und Ampeln sowie Freizeitangebote für jüngere Menschen bewertet worden.

Konkrete Maßnahmen, um den Bekanntheitsgrad der Stadt zu steigern, könnte eine deutlich intensivere Nutzung der international bekannten Dachthematik „Märchen“ sein. Kinder mit ihren Familien seien die Zielgruppe Nummer eins, um Gäste in die Stadt zu locken.

Alsfelds Attraktivität nimmt weiter zu

Eine Steigerung der Attraktivität Alsfelds lasse sich mit der gewachsenen Einwohnerzahl um 78 Personen innerhalb eines Jahres und einer sehr deutlichen Steigerung der Übernachtungen in Alsfeld belegen. Aufrüttelnd war der anschließende Vortrag des Gastreferenten Norbert Hoffmann aus Frankfurt, Unternehmensberater mit Spezialisierung auf Marketing kleinerer Städte. Unter der Überschrift „Innenstadt und stationärer Handel haben Zukunft“ zeigte Hoffmann in seinem Vortrag Wege auf, den Zukunftswandel positiv für das eigene Unternehmen zu nutzen, hin zum Trend „Konsum als Erlebnis“.

Herausforderung: Online-Handel

In Zeiten des wachsenden Onlinehandels solle die Innenstadt nicht nur die Möglichkeit des bloßen Einkaufens bieten, sondern ein sozialer Raum mit Eventcharakter werden. Eine naturnahe Gestaltung mit Wasser, viel Grün und guter Beleuchtung lade zum Verweilen ein. Nicht die Versorgung im Einzelhandel würde in Zukunft Menschen in die Innenstadt locken, sondern die Möglichkeit, andere Menschen in Wohlfühl-Atmosphäre zu treffen und den Einkauf praktisch nebenbei zu erledigen. Denn auch in Zukunft würden Menschen andere Menschen treffen wollen. Dadurch werde es in Zukunft einen funktionierenden Einzelhandel geben. Wenn auch in anderer Art und Weise.

Begeistert zeigten sich die Unternehmer von den Denkanstößen der Vorträge, die beim anschließenden Imbiss in lockeren Gruppierungen hie und da diskutiert wurden.

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