Verbotene Bücher im Antiquariat Buchbasalt

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Schon mal darüber nachgedacht, ob sich unter ihren vielen Büchern zu Hause auch einige befinden, deren Besitz und Verbreitung heute in Deutschland gesetzlich verboten sein könnten?

Nein? Das ist im heutigen Deutschland, in der die Freiheit der Kunst sowie der Meinungsäußerung verfassungsrechtlich geschützt ist, auch nicht weiter notwendig. Da müssten schon extrem gewaltverherrlichende, Menschen und Menschengruppen entwürdigende und diskriminierende Schriften darunter sein. Es gilt generell Artikel 5.1 des Grundgesetzes: „Eine Zensur findet nicht statt.“

Den geschichtlichen Hintergrund für diese eindeutige Positionierung bilden die Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus: Sogenannte ‚undeutsche’ Bücher wurden verbrannt und ihre Autoren verfolgt, nicht wenige wurden ermordet oder wählten den Suizid, ein Großteil ging ins Exil. An diese Schriftsteller zu erinnern und einige ihrer Gedanken zu Gehör zu bringen, ist Anlass und Ziel einer ‚Inventur’ im Antiquariat Buchbasalt in der Untergasse 6, zu der an diesem Samstag, 14. Oktober, von 17.30 Uhr bis 19 Uhr, jeder Interessierte herzlich eingeladen ist.

Gerne können Bücher, die damals verboten sein könnten, mitgebracht werden. Auch in den Regalen des Ladens tauchten einige damals verbotene Werke auf. Kein Wunder, denn sie stammen von Autoren, die jeder kennt: Kafka, Tucholski, die Manns, Brecht, Feuchtwanger, Kästner, um nur einige hervorzuheben. Doch es gibt auch unbekannte, vergessene Schriftsteller darunter. Diese sollen besonders in den Blick genommen werden.

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