Versprechen trifft tief ins Herz: Besonderer Weihnachtsbesuch

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Freuen sich auf den Besuch von „ihrem“ Nicki aus Rio de Janeiro an Weihnachten: Hubert Rector und Elke-Zimmermann-Rector.

Tränen der Rührung treten Elke Zimmermann-Rector aus Rülfenrod in die Augen, wenn sie von ihrer ganz besonderen Freundschaft zu der brasilianischen Familie Edilson da Silva aus Rio de Janeiro erzählt.

Sie und ihr Mann Hubert erwarten das Paar Aline und Natalino mit ihrem siebenjährigen Sohn Nikolai zwei Tage vor Weihnachten am Flughafen in Frankfurt, um mit ihnen gemeinsam die Feiertage zu verbringen. Zwölf Stunden Flug werden sie dann hinter sich haben. Die Geschenke stehen schon bereit, die Betten sind gemacht und liebevoll ist das Gästezimmer hergerichtet, damit sich der Besuch bei Ehepaar Elke und Hubert Rector so richtig wohlfühlen kann.

Aus dem fernen Rio de Janeiro kommt das Paar Edilson da Silva mit ihrem Sohn Nicki, um die Feiertage bei den Rectors zu verbringen.

Nicht immer hat es das Schicksal gut gemeint mit den Rectors. Beide erkrankten an Krebs, gelten nun glücklicherweise als geheilt. Doch die schlimmste Nachricht erreichte sie am 3. Juni 2001. Bei einem schweren Autounfall verunglückte der 22-jährige Sohn Nikolai, liebevoll Nicki genannt, mit seiner Freundin nahe Atzenhain-Bernsfeld tödlich. In der Zeit der grenzenlosen Trauer standen dem Ehepaar Rector die Freunde aus dem fernen Brasilien zur Seite.

Eine tiefe Freundschaft mit langer Geschichte 

Und diese Freundschaft hat schon eine lange Geschichte. Alles begann vor 37 Jahren beim Auslandsfernmeldeamt Frankfurt, Platz „Brasilien“. Dort arbeitete Zimmermann-Rector als „Fräulein vom Amt“ und „stöpselte“ an einem Klappenschrank per Hand eingehende Telefongespräche nach Brasilien und vermittelte so die Anrufe. Regen Kontakt hatte sie dabei auf brasilianischer Seite zu Alines Onkel Renato, mit dem sie zwischendurch immer wieder ein „Pläuschchen“ halten konnte, damit die Anrufe auch an die richtige Stelle gerieten.

Dieser saß in Rio de Janeiro, jobbte als Student und wurde später Professor der Neurologie. „Wir waren uns sofort sympathisch und hatten unsere Schichten meistens zur gleichen Zeit“, erinnert sich Zimmermann-Rector. Bald schon besuchten sich die Familien – Renatos Nichte Aline war damals 15 Jahre alt – und eine tiefe Freundschaft entstand. „Aline und mein Sohn Nikolai waren nur drei Jahre auseinander. Aline war für mich wie ein eigenes Kind“, erklärt die lebenslustige Zimmermann-Rector.

Hochzeitsreise zu den Rectors nach Rülfenrod

Selbst zur Hochzeitsreise vor zehn Jahren ließ es sich die Psychologin Aline mit ihrem Ehemann Natalino, Hubschrauberpilot, nicht nehmen, ins kühle Rülfenrod zu reisen, um die Familie Rector zu besuchen. Und dort, am Küchentisch, während der Hochzeitsreise, machte Aline bei einer Tasse Kaffee Gastgeberin Elke ein ganz besonderes Versprechen: „Elke, sei nicht traurig. Wenn ich einen Sohn bekomme, nenne ich ihn Nikolai. Dann hast du wieder einen Nicki.“

Nun kommen pünktlich zu Weihnachten Aline, Natalino und Nikolai Edilson da Silva zu den Rectors und verbringen die Feiertage gemeinsam. Gerade auf den kleinen Nicki freut sich Ehepaar Rector sehr. Denn er ist für sie jemand ganz Besonderes.

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