Vorsicht im Immobilienportal: Betrüger mit falschen Angeboten

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Warnt vor Betrügern beim Immobilienkauf und -verkauf: Mike Schneider, msi.

Eine perfide Masche in Immobilienportalen beobachtet Immobilienfachwirt Mike Schneider des Maklerunternehmens msi, Mike Schneider Immobilien GmbH, in Alsfeld immer wieder.

„Einmal wandte sich eine Kundin hilfesuchend an mich. Sie hatte ein Haus zu verkaufen und sollte nach Mailand gelockt werden. Dort wäre sie höchstwahrscheinlich ausgeraubt worden“, berichtet Schneider. Ein anderer Kunde sei in die Niederlande auf einen Rastplatz von einem angeblichen Kaufinteressenten bestellt worden. Dabei käme der Kaufinteressent dem Opfer zunächst stark entgegen und sei bereit, den geforderten Preis zu zahlen. Z

ur Geldübergabe im Ausland solle dieser dann einen gewissen Betrag als Sicherheit hinterlegen oder schiebe dem Verkäufer Falschgeld unter. „Die Betrüger sind darauf geschult, ihre Opfer mit schönen Worten einzuwickeln. Sie loben das Haus als besonders schön und passend. Oft kommt dann schon bald die E-Mail mit der Forderung nach der Kontoverbindung“, so Schneiders Erfahrung. Und auch Langfinger könnten sich die Bilder der Immobilie im Internetportal genau anschauen.

Vielleicht sei darauf wertvolle Inneneinrichtung zu sehen und ein Einbruch lukrativ. Durch die eingestellten Grundrisse könnten sich die Täter dann einen genauen Plan zum Einbruch überlegen. Doch auch Wohnungssuchende werden zu Opfern: Dabei versuchen Betrüger mit gefälschten Anzeigen an persönliche Daten von Nutzern zu gelangen.

Die angebliche Immobilie zum Schnäppchenpreis gehöre dabei angeblich einem Verkäufer im Ausland, der leider nicht zur Besichtigung anreisen könne. Dabei werde geschickt nach Einkommen, Bank- und anderen Daten gefragt. Manchmal werde dabei sogar die Zusendung des Schlüssels per Kaution vereinbart – das Geld sei dann jedoch weg, der Schlüssel käme nie an. Schneider rät: „Stellen Sie keine Grundrisse und Fotos mit der Einrichtung ein. Seien Sie vorsichtig bei Anrufen und lassen sich nicht von schönen Worten einlullen. Und bei der Terminvereinbarung nicht unbedarft erzählen, wann man nicht zu Hause ist.“

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