Warnstreik bei Post in Hessen: Hunderte Zusteller reisen zur zentralen Kundgebung nach Alsfeld

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Am Freitagmorgen versammelten sich in der Stadthalle Alsfeld Hunderte Zusteller aus Ost-, Nord- und Mittelhessen, um an der zentralen Kundgebung teilzunehmen. Hauptredner war Jürgen Bothner (am Rednerpult), hessischer Landesbezirksleiter von Verdi.

Mit Bussen reisten am Freitagmorgen Hunderte Zusteller der Deutschen Post unter anderem aus Marburg, Gießen, Kassel, Fulda und Bad Hersfeld zur Stadthalle Alsfeld, um an der zentralen Kundgebung des Warnstreiks teilzunehmen.

In den hessischen Postleitzahlenbereichen 34, 35 und 36 kann es daher ab heute zu Verzögerungen bei der Briefzustellung kommen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Zusteller zum Warnstreik aufgerufen – zunächst für einen Tag. Mit dem Streik soll der Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post AG erhöht werden. Sie verweigerte diese Woche, „selbst in der dritten Verhandlungsrunde, ein Angebot zu machen”, teilt Verdi mit. Die Gewerkschaft fordert eine lineare Erhöhung der Einkommen und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Überdies soll eine tarifvertragliche Wahlmöglichkeit geschaffen werden, wonach der einzelne Beschäftigte einen Teil der zu vereinbarenden Tariferhöhung in freie Zeit umwandeln kann – sprich: mehr Urlaubstage, statt Gehaltserhöhung.

„Unsere Geduld ist am Ende. Das Unternehmen macht Rekordgewinne und die Beschäftigten erwarten, dass sie mit einem ordentlichen Lohnplus daran beteiligt werden”, sagt die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Dem schloss sich der Hauptredner bei der zentralen Kundgebung in Alsfeld an. Die Zusteller seien „das Gesicht der Deutschen Post” , so Jürgen Bothner, hessischer Landesbezirksleiter von Verdi. Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und der Deutschen Post gehen am Montag in Much bei Bonn in die vierte Runde. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könne mit weiteren und längeren Streiks gerechnet werden, so der Tenor bei der Kundgebung in Alsfeld.

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