Auf Wasser gestoßen: Ulrichstein bohrt immer tiefer und hat erste Erfolge

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Die Brunnenbohrung am Rande der Kernstadt von Ulrichstein.

Erste Erfolge konnten bei der Bohrung in Ulrichstein bereits verzeichnet werden: Der Bohrtrupp stieß bei 19,4 Metern auf qualitativ gutes Wasser. Mittlerweile sind die Physiker der Firma „retagg solutions“ bei 44 Metern angelangt.

Doch auch das reicht noch nicht aus, um die Ulrichsteiner mit genügend Trinkwasser versorgen zu können. Deshalb müssten die Experten noch weiter und vor allem tiefer bohren. Das bestätigte Ulreichsteins Bürgermeister Edwin Schneider auf Nachfrage von Alsfeld Aktuell.

Nach dem extrem trockenen Sommer liefert die alte Schürfquelle, die die Kernstadt bislang mit Wasser versorgte, zu wenig Wasser für die Ulrichsteiner. Hessens höchst gelegene Stadt muss seitdem das Wasser aus den Nachbargemeinden einkaufen – ein kostspieliges Unterfangen. Im Sommer echauffierte sich Schneider zudem über die Trinkwasserverschwendung in Frankfurt, die einen Großteil ihres Wassers aus dem Vogelsberg beziehen und damit die städtischen Bäume bewässerten. Die Situation war angespannt. Die Gemeinde beschloss daher, am Rande der Stadt nach Wasser zu bohren.

Am Dienstagmittag ist die dafür zuständige Firma bei 44 Metern angelangt. Bei 19,4 Metern stießen die Physiker erstmals auf Wasser. Die Hoffnung: In einer Tiefe von 55 bis 60 Metern auf eine ertragreiche Wasserkluft zu stoßen. Davon gehen die Experten derzeit aus. „Die ersten Wasserproben zeigten ein gutes Wasser“, sagte Schneider. Er hofft, Anfang nächster Woche die geplante Tiefe erreichen und ausreichend Trinkwasser finden zu können. Dieses werde dann provisorisch in den benachbarten Hochbehälter geleitetet. Das Ziel sei es, sich über den Winter eigenständig mit Trinkwasser versorgen zu können. Im Frühjahr könnte dann weitergebohrt werden. Die Experten der Bohrfirma gehen davon aus, dass bei 70 Metern Tiefe weitere Wasservorkommen zu finden seien.

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