Weltladenkino: „Timbuktu” – Wenn das Leben zur Hölle wird

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Der Film zeigt eindringlich, wie sich das Leben der Menschen in Timbuktu nach der Besetzung durch die Dschihadisten verändert hat.

Der Weltladen Alsfeld e. V. zeigt in Kooperation mit dem evangelischen Dekanat am Mittwoch, 15. November, um 19 Uhr den Film „Timbuktu“ im Kinocenter Alsfeld in der Marburger Straße.

„Timbuktu“ ist ein französisch-mauretanischer Spielfilm, der in und bei Timbuktu in Mali spielt. Der Film zeigt die Besetzung von Timbuktu durch Dschihadisten der Al-Qaida-nahen Gruppe Ansar Dine im Rahmen des Konflikts in Nordmali seit 2012 und konkurrierte bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes im Wettbewerb um die Goldene Palme.

Die Dschihadisten kommen nach Timbuktu, eine von tolerantem Islam geprägte Stadt, und machen den Leuten dort Vorschriften über ihre Kleidung: Die Länge der Hosenbeine wird moniert, Frauen werden verpflichtet, Burqa, Handschuhe und Strümpfe in der Öffentlichkeit zu tragen, weiterhin verbieten sie plötzlich Fernsehen, Radio, Fußball, Alkohol, Musik, Herumstehen. Nach und nach setzen die religiösen Eiferer ihre Lebensvorstellungen mit Terror, Gewalt, Mord und Totschlag um.

Der Film zeigt eindringlich, wie sich das Leben der Menschen nach der Besetzung Timbuktus und seiner Umgebung durch die Dschihadisten ändert. Er stellt durch seinen Perspektivenwechsel einen wichtigen Beitrag zur derzeitigen Diskussion um Flucht und Migration dar.

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