Wenn Feen Flugangst haben: Alsfeld Drehort für Film „Wolf-Gäng“

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In die 50er Jahre ist der Alsfelder Marktplatz getaucht. Feen, Werwölfe, Mumien, Bären und Vampire sind derzeit ebenfalls in der Innenstadt ein gewohntes Bild.

Insgesamt drei Wochen lang ist Alsfeld der Drehort zum Kinderfilm „Die Wolf-Gäng“ von Schriftsteller Wolfgang Hohlbein. Aufwändige Kulissen am Weinhaus auf dem Marktplatz und an einem Wohnhaus am Rossmarkt zeigten schon vor Wochen eine rege Betriebsamkeit in Alsfeld an.

150 Komparsen am Drehort in Alsfeld

Am Freitag, dem Hauptdrehtag, gab es die Möglichkeit, die Dreharbeiten am Set mitzuverfolgen. Los ging der Tag bereits um 6.30 Uhr am Morgen, wo allein 150 Komparsen aufwändig geschminkt und angekleidet wurden. Das Team der Filmproduktion Rat Pack selbst ist mit bis zu 75 Leuten in der Organisation, hinter den Kameras und an den Schminktischen mit von der Partie. Mitverfolgen konnte man auf dem Marktplatz die mühevollen Proben. Jeder Schritt, jede Szene wurde sorgfältig einstudiert. Wieder und wieder schlenderten die Hauptdarsteller scheinbar zufällig zu den bunten Markierungen, um genau dort Halt zu machen, um die einstudierten Dialoge zu beginnen. Schlussszene des Films, eindrucksvoll zu beobachten mit den vielen Komparsen, ist die Beobachtung einer imaginären Sonnenfinsternis, bei der sämtliche Mitwirkende vor der Kamera mit Schutzbrillen in die Richtung des Geschehens blicken. Was hier immer und immer wieder geprobt wird und eine halbe Stunde in Anspruch nimmt, ist im fertigen Film eine Sache von Minuten. Hauptdarsteller im Film von Regisseur Tim Trageser sind Vlad (Aaron Kissov, 14 Jahre alt), Faye (Johanna Schraml, 12) und Wolf (Arsseni Bultmann, 13), die außergewöhnliche Fähigkeiten haben und dabei ganz persönliche Schwächen haben: Vlad ist ein Vampir, der kein Blut sehen kann, Faye eine Fee mit Flugangst und der Werwolf Wolf kämpft mit einer Tierhaarallergie. Die drei lernen sich in Crailsfelden (Alsfeld) kennen, einer Stadt, in der viele Fabelwesen Zuhause sind. Gemeinsam kämpfen sie gegen die böse Schweinebande und lernen, sich mit ihren Schwächen zu akzeptieren.

Rick Kavanian und Axel Stein wirken mit

Mit dabei sind die beliebten Schauspieler Rick Kavanian (Die Bullyparade) als Vlads Vater Barnabas und Axel Stein (Hausmeister Krause) als Hausmeister Hannappel, die am Drehtag jede Menge guter Laune versprühen. Doch welchen Eindruck haben die beiden Schauspieler von der Stadt Alsfeld? Kavanian: „Es ist schön hier in Alsfeld. Die Leute sind vor Ort kooperativ und lächeln viel. Stein: „Wir haben Spaß hier am Set. Die drei Jugendlichen sind sehr gut vorbereitet. Ich bin in der Nacht angekommen und fühle mich an meine Heimat im Bergischen Land erinnert. Alles ist hübsch instand gesetzt, klein und schnuckelig.“

Viele Komparsen aus Alsfeld und Umgebung

Unter den Komparsen sind viele bekannte Gesichter aus Alsfeld und Umgebung zu entdecken. Stefan Hädicke, der in der Alsfelder Marktspielgruppe aktiv mitspielt, ist auch am Set für die Wolf-Gäng anzutreffen: „Gestern waren die Szenen super anstrengend. Wir mussten viel warten. Spannend ist, viele interessante Gestalten, die ebenfalls Komparsen sind, kennenzulernen.“ Ebenfalls mit dabei ist Alsfelds Bauamtsleiter Bernhard Hoffmann: „Ich habe eine Pestmaske auf. Wir haben uns hier als ganze Familie gemeldet. Genommen hat man aber nur mich. Die Komparsen laufen hier im Hintergrund mit den Kostümen auf und ab. Viele sind extra angereist und haben sich in Alsfeld einquartiert. Es ist toll, die Schauspieler zu beobachten, wie sie mit der Arbeit umgehen.“

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