"Wie ein Formel-1 Rennwagen" - Kreiskrankenhaus bekommt neue Betten

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Nehmen die ersten neuen Betten in Augenschein: Landrat Manfred Görig, Eugen Flimm, Stationsleiter, Pflegedienstleiterin Nelli Isinger, Krankenhaus-Geschäftsführer Ingo Breitmeier und Christof Blessing, Gebietsverkaufsleiter vom Betten-Lieferanten wissner-bosserhoff (von links).

„So ein Bett ist ein Formel-1 Rennwagen, was da an Technik drinsteckt…“ Geschäftsführer Ingo Breitmeier ist ganz begeistert, als er die Neuanschaffung erstmals in Augenschein nimmt, genauso wie Landrat Manfred Görig.

Peu à peu werden die Zimmer mit dem neuen Mobiliar ausgestattet. Und das verspricht „viel mehr Komfort für die Patienten auf der einen Seite, Hilfe und Unterstützung für die Pflegekräfte auf der anderen Seite”, freut sich der Landrat, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Krankenhaus GmbH ist. Die neue Behaglichkeit in den Krankenzimmern hat natürlich ihren Preis: Rund 580.000 Euro kosten die insgesamt 180 neuen Betten samt den 180 neuen Nachtschränkchen. Finanziert wird die Anschaffung mit sogenannten KIP-Mitteln. Dabei handelt es sich um ein Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes. Involviert ist auch das hessische Finanzministerium, schildert der Landrat den Hintergrund und streicht dabei besonders die gute Zusammenarbeit heraus. Für Medizintechnik erhielt das Kreiskrankenhaus Alsfeld aus dem diesem Programm allein 1,9 Millionen. Dank dieser Zuwendung können nun auch die Krankenbetten ausgetauscht werden.

Dank der verschiedensten Einstellungsmöglichkeiten, die die neuen Liegen bieten, können Arbeitsschritte in der Pflege erleichtert werden. Beispiel: Kopf- und Fußteil der Betten lassen sich in null-komma-nichts seitlich wegklappen oder ganz abnehmen. Das ging bei den alten Betten gar nicht, da mussten die Pfleger sich mühsam über die Lehnen beugen. Die Seitenteile – bislang mussten die schweren Metallteile aus dem Keller geholt und erst einmal montiert werden – lassen sich in Sekundenschnelle hochfahren. Hoch- und runterfahren lässt sich natürlich auch das ganze Bett und zwar viel tiefer hinab als die Vorgängermodelle. Das ist besonders wichtig, wenn Patienten unruhig sind und drohen aus dem Bett zu fallen. „Anbauen“ kann man übrigens auch an die neuen Betten: Die normale Liegefläche von 90 Zentimetern auf zwei Meter lässt sich problemlos verlängern – für die „großen“ Patienten. Und wer etwas schwerer ist – ebenfalls kein Problem. Bis zu 225 Kilogramm trägt das neue Bett, bei den alten Modellen wurde es ab etwa 140 Kilo kritisch. Besonderer Clou der neuen Liegen: Sie haben nicht nur eine fünfte Transportrolle, die das bessere Rangieren mit dem Bett ermöglicht, sie haben sogar eine Unter-Bett-Beleuchtung. Ein kleines Lämpchen hilft den Patienten, sich bei Dunkelheit besser zu orientieren. Da muss nicht immer die große Deckenleuchte angemacht werden, die den Nebenmann stören könnte. „Es ist gut, dass wir unser Krankenhaus Stück für Stück moderner gestalten können“, betont Landrat Manfred Görig bei dem Termin vor Ort. Nach neuen Fernsehern, neuen Tischen und Stühlen werden seit Mittwoch die neuen Betten angeliefert. 30 Stück pro Lieferung, die dann im normalen Alltagsbetrieb der Klinik ausgetauscht werden. „Bis zum 29. März sind wir fertig“, kündigt der Verkaufsleiter des Bettenlieferanten Christof Blessing an.

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