Ziel Deutscher Meister: Homberger Sportholzfäller Lars Seibert mit klarer Ansage an die Konkurrenz

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Der Homberger Lars Seibert bereitet sich in seiner Trainingshalle in seiner Paradedisziplin, der Single Buck, für die neue Saison vor. Bei der Single Buck handelt es sich um eine Zugsäge mit gigantischen Ausmaßen. Im Fall von Seibert misst das Sägeblatt 195 Zentimeter, die Zähne sind mit knapp zehn Zentimetern etwa so lang wie ein Zeigefinger. Insgesamt wiegt das Werkzeug fünf Kilogramm.

Der Homberger Lars Seibert gehört längst zur deutschen Sportholzfäller-Elite. Nachdem er bereits im vergangenen Jahr deutscher Vize-Meister geworden ist, hat der Schadenbacher für die nun anstehende Saison noch höhere Ziele. Für ihn ist klar: Er möchte Deutscher Meister werden.

Mellrichstadt / Homberg(Ohm). Nachdem erst vor wenigen Wochen bekanntgegeben wurde, dass es auch 2020 Stihl Timbersports Wettkämpfe in Deutschland geben wird, ist der Saisonauftakt bereits in Sichtweite: An diesem Sonntag, 23. August, treffen sich die besten Sportholzfällerinnen und Sportholzfäller am Stihl Timbersports Stützpunkt in Mellrichstadt, um die Saison mit dem „Amarok Cup 2020“ einzuläuten. Die Veranstaltung findet ohne externes Publikum vor Ort und unter Berücksichtigung eines besonderen Hygienekonzeptes statt.

Auch Lars Seibert aus Homberg/Ohm geht an den Start, um sich mit der harten Konkurrenz zu messen. Der Saisonauftakt bedeutet für ihn das Ende einer langen Vorbereitungszeit. Mit der deutschen Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr hat der 38-Jährige seinen bisher größten Erfolg als Timbersports-Athlet gefeiert – für Seibert ist das allerdings kein Grund, es nun ruhiger anzugehen: „Es wird natürlich schwer, aber ich möchte in diesem Jahr Deutscher Meister werden.“ Um dieses Ziel zu erreichen, hat er die wettkampffreien Monate genutzt, um an seiner Kraft und Ausdauer zu arbeiten und mit einer guten Leistung beim Auftakt 2020 in Mellrichstadt zu überzeugen. Für Lars Seibert geht es neben dem prestigeträchtigen Amarok Cup nämlich gleichzeitig um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft 2020: Im Kampf um den nationalen Titel treffen sich nur die besten zehn Athleten am 13. September in den Bavaria Filmstudios in München.

Christin Rathke, Managerin der Stihl Timbersports Series Deutschland, freut sich auf den Saisonauftakt, auch wenn sie eine Sache vermissen wird: „Natürlich werden unsere Fans uns sehr fehlen, doch die Gesundheit aller Beteiligten hat oberste Priorität. Wir sind überzeugt, dass unser Stützpunkt in dieser Situation beste Voraussetzungen für unsere Wettkämpfe bietet und wir freuen uns einfach, dass es endlich wieder losgeht.“

Über Stihl Timbersports

Stihl Timbersports ist eine internationale Extremsport-Wettkampfserie. Ihre Wurzeln liegen in Kanada, den USA, Australien und Neuseeland. Bei den nationalen und internationalen Wettkämpfen der Königsklasse im Sportholzfällen treten die Athleten in drei Axt- und drei Sägedisziplinen gegeneinander an. Springboard, Underhand Chop und Standing Block Chop gehören zu den klassischen Axtwettbewerben; bei der Single Buck (Zugsäge), der Stock Saw (handelsübliche Motorsäge) und der Hot Saw (bis zu 80 PS starke, getunte Motorsäge) kämpfen die Sportler mit Sägen um Bestzeiten.

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