Zyklischer Anbau: Vortrag über Landwirtschaft ohne Tiere

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Veranstalter des veganen Brunch mit Referentin Anja Bonzheim (Dritte von links).

Im Vortrag von Anja Bonzheim zur biozyklisch-veganen Landwirtschaft beim veganen Brunch ging es um die Frage, wie Landwirtschaft ohne Tiere funktioniert und warum wir Menschen uns dafür einsetzen sollten.

„Biozyklisch-veganer Anbau ist ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Welternährung. Höhere Erträge werden durch eine verbesserte Bodenfruchtbarkeit mithilfe von Humuserde aus pflanzlichem organischem Material und eine effizientere Flächennutzung möglich. Umstellungsinteressierte Betriebe können sich nach den biozyklisch-veganen Richtlinien kontrollieren und von einer Bio-Kontrollstelle zertifizieren lassen“, erklärte Bonzheim. Sie berät und unterstützt Betriebe, die auf eine nutztierfreie Landwirtschaft umstellen wollen.

In der biologischen Landwirtschaft nimmt die Zahl der Betriebe ohne eigene Tierhaltung zu. Dort sind enge Stoffkreisläufe wichtig und der Verzicht auf synthetische Düngemittel, Pestizide und gentechnisch veränderte Organismen. Im biozyklisch-veganen Landbau werden darüber hinaus keine Tiere zu wirtschaftlichen Zwecken gehalten und auch keine Produkte aus Tierhaltung oder -schlachtung verwendet (wie Mist, Gülle, Knochen-, Blut- oder Hornmehl, Haarpellets und vieles mehr). Eine möglichst regionale Erzeugung und Vermarktung, Ressourcenschonung und Förderung der Artenvielfalt werden angestrebt. Durch den Verzicht auf jeglichen Dünger tierischer Herkunft ist die Nährstoffbereitstellung über die Fruchtfolge und den Einsatz von pflanzlichem Kompost von hoher Bedeutung.

Da biozyklisch-vegane Betriebe keine Exkremente oder Körperteile von Tieren auf ihre Flächen ausbringen, bestehe kein Risiko, dass antibiotikaresistente Keime aus der Tierhaltung auf die Felder gelangen. Nach Angaben von ProVeg (ehemaliger Vegetarierbund Deutschland) hat die Anzahl der vegan lebenden Menschen in Deutschland zwischen 2008 und 2016 von 80.000 auf 1,3 Millionen zugenommen. Und der Trend hält weiter an. Dazu gebe es nach Angaben des Marktforschungsinstituts Skopos ein Potenzial von knapp zehn Millionen Menschen, die sich zukünftig ohne Fleisch, Eier und Milchprodukte ernähren möchten.

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