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Kassel: Großbaustelle im Vorderen Westen

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Vermessung: die Vorbereitungen für die Bauarbeiten sind in vollem Gange.
Vermessung: die Vorbereitungen für die Bauarbeiten sind in vollem Gange. © Krümler

Friedrich-Ebert-Straße: KVG tauscht Gleise aus, Stadt verbessert Radinfrastruktur .

Kassel. Die Friedrich-Ebert-Straße im Vorderen Westen wird zur Großbaustelle. Zwischen der Annastraße und dem Karl-Marx-Platz müssen sich Fußgänger, Radfahrer und insbesondere Autofahrer ab März bis zum Beginn der documenta fifteen im Juni auf erhebliche Einschränkungen bzw. Vollsperrungen einstellen: die KVG tauscht Gleise aus, die Stadt verbessert die Radinfrastruktur. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 2,8 Mio. Euro, die je zur Hälfte von KVG und Stadt Kassel getragen und durch Fördermaßnahmen finanziell unterstützt werden.

Die Baumaßnahmen der KVG

Die KVG tauscht im Abschnitt zwischen Annastraße und Gabelsbergstraße die stark verschlissenen Gleise aus. Mit dem Austausch ist eine grundhafte Erneuerung der Gleistrasse in einer Breite von 6,50 Meter vorgesehen. Im Abschnitt zwischen der Gabelsbergstraße und dem Karl-Marx-Platz ist kein Austausch der vorhandenen Gleisanlagen erforderlich. Teilbereiche der Gleise sind allerdings zwischen den Schienen mit Pflaster hergestellt. Zur Vermeidung zusätzlicher Lärmbelastungen der Anwohnenden aufgrund der Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs in den Gleisbereich der Tram wird hier das vorhandene Pflaster durch eine Asphaltdeckschicht ersetzt.

Im Kreuzungsbereich der Querallee sind umfangreiche bauliche Eingriffe vonnöten: Für den Umbau der Kap-Haltestellen und die geplante Herstellung von Radaufstellflächen für Linksabbieger in der Querallee und der Friedrich-Ebert-Straße einschließlich der neu zu planenden lichtsignaltechnischen Anlagen ist im Kreuzungsbereich der Querallee ein grundhafter Ausbau erforderlich. Zudem wird die Bordsteinführung angepasst und die Lichtsignaltechnik unter Berücksichtigung der zusätzlichen Signalisierung für den linksabbiegenden Radverkehr komplett erneuert.

Die Bauarbeiten der KVG nutzt die Stadt zur Verbesserung der Radinfrastruktur in Fortführung des bereits umgebauten östlichen Abschnittes der Friedrich-Ebert-Straße. „Der bisherige Umbau hat bereits viel für die Stadtentwicklung getan. Ich freue mich, dass nun auch im weiteren Verlauf die Potentiale der Straße genutzt werden“, so Stadtbaurat Christof Nolda. Um die Radverkehrsführung durchgängig zu verbessern, werden die Radverkehrsanlagen ab der Annastraße bis zum Karl-Marx-Platz fortgeführt. Hierfür ist beidseitig der Straße die Markierung von Radfahrstreifen sowie der Umbau der Haltestelle Querallee mit Führung des Radverkehrs über die Haltestelle vorgesehen. Die Integration der Radverkehrsanlagen in den bestehenden Straßenquerschnitt kann nur durch Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs in den Gleisbereich der Tram realisiert werden. Somit wird künftig auch in diesem Abschnitt der Friedrich-Ebert- Straße der Kfz-Verkehr in einer Spur mit der Tram geführt werden.

Am Karl-Marx-Platz wird stadteinwärts der Anschluss an den vorhandenen Radweg optimiert bzw. die neue Radwegeführung auf der Friedrich-Ebert-Straße angebunden. Die vorhandenen Senkrechtstellplätze vor den Gebäuden 115 bis 119 werden in Längsstellplätze umgewandelt, „da Senkrechtstellplätze an dem neuen Radweg die Belange der Verkehrssicherheit für Radfahrende nicht erfüllen“ heißt es seitens der Stadt .

Der Baubeginn erfolgt voraussichtlich am 7. März und soll bis zum 17. Juni 2022 (Beginn der documenta fifteen) abgeschlossen sein. Bis zum 8. Mai erfolgen die Arbeiten der KVG und der Stadt Kassel parallel. Ab dem 8. Mai bis zum 22. Mai sind die umfangreichen Straßenbauarbeiten im Knotenpunkt Friedrich-Ebert-Straße Ecke Querallee vorgesehen. Die restliche Zeit nach dem 22. Mai ist für die Anpassungsarbeiten im Randbereich wie Gehwegrinne u.ä. sowie für die Bordsteinsanierung in der Querallee vorgesehen.

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