24 Stunden gewandert 12.000 Euro für „Herzenswunsch“-Krankenwagen

Zur Spendenübergabe stellte Kristina Schmidt, Koordinatorin des „Herzenswunsch-Krankenwagens“, den Unterstützern von Klaus-Jürgen Hohmann vorne Mitte), den Dienst und das Fahrzeug vor.
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Zur Spendenübergabe stellte Kristina Schmidt, Koordinatorin des „Herzenswunsch-Krankenwagens“, den Unterstützern von Klaus-Jürgen Hohmann vorne Mitte), den Dienst und das Fahrzeug vor.

Klaus-Jürgen Hohmann erläuft 12.000 Euro für „Herzenswunsch-Krankenwagen“ der „Malteser“

Fulda/Hünfeld. 24 Stunden, nonstop wandern, 117.234 Schritte, 96 Kilometer, schmerzende Füße, aber eine Erfahrung, die ihm niemand nehmen kann: Klaus-Jürgen Hohmann aus Rudolphshan wanderte 24 Stunden am Stück und erlief dabei rund 12.000 Euro für den „Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser Fulda“. Spendenbereite, die er selbst in seinem Freundes- und Bekanntenkreis gesucht hat, honorierten die gelaufenen Schritte mit Geldspenden.

Mit der 24-Stunden-Wanderung hat sich Hohmann einen Herzenswunsch erfüllt: „Ich wollte an meine eigenen Grenzen gehen und mal schauen, wann es weh tut.“ Viele Trainingswanderungen machte der 55-Jährige bereits vor seiner Wanderung im September 2020. Die Wanderung war nicht nur eine körperliche Erfahrung, sondern auch eine mentale.

„Ich habe unglaublich viele Gefühle durchlebt, von traurig bis freudig über erschöpft und voller Power war alles dabei“, berichtet der Sportler. Seine Route bildeten Orte aus seinem Leben: Startpunkt der 96 Kilometer- Wanderung war um 17 Uhr der eigene Wohnort. Den ersten Kaffee um 0 Uhr gab es dann bei der Mutter. Weiter ging die Wanderung zur Tante und den Geburtsort. „Während der Wanderung kamen bei mir so viele Erinnerungen hoch“, erzählt Hohmann.

Für verschiedene Abschnitte holte sich Hohmann Verstärkung: Seine Freunde Michael Bott und Rainer Pomnitz begleiteten ihn jeweils ein Stück des Weges. „Das hat gutgetan, gerade in der Nacht war es gut, dass jemand zum Unterhalten da war“, so Hohmann. Meter für Meter merkte er jedoch, dass seine Füße anschwollen. Zum Glück hatte sich Hohmann gut vorbereitet, bei Kilometer 55 wechselte er seine Schuhe. Zwei Größen mehr benötigte er, um weiterzulaufen. Nach rund 18 Stunden hielt er die Füße nicht mehr still. „Ich wusste, wenn ich einmal zum Stillstand komme, dann laufe ich nicht weiter“, erklärt er.

Ein besonderer Moment bot die Begegnung mit seiner jüngsten Tochter Lea, die ihm zurief: „Papa du packst das!“ Es sei ein rührender und tränenreicher Moment gewesen. „Dass meine Familie und Freunde an mich geglaubt haben und der ,Druck‘, mein Spendenversprechen einzulösen, haben mich bis zum Schluss getragen“, so Hohmann.

Als Überraschung warteten Freunde zu Hause auf ihn, um ihn gebührend zu feiern. „Meine Frau meinte zu mir, dass ich aussehe, als hätte ich einen Sonntagsspaziergang gemacht, für mich war es eine wahnsinnig tolle Erfahrung“, resümiert er. Tränen, Schweiß, Blasen, Blut und einige Fußnägel hat Hohmann für seinen Herzenswunsch und den „Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen“ investiert. „Ich möchte allen Spenderinnen und Spender für die Unterstützung danken“, sagt Hohmann.

„Ich finde es großartig, dass sich ein Mensch eine solche Aktion vornimmt, sie durchzieht und dabei noch Gutes tut“, so Kristina Schmidt, Koordinatorin des „Herzenswunsch-Krankenwagens“ in Fulda, und bedanket sich bei der Spendenübergabe im Sommer 2021 bei Hohmann für die Unterstützung. „Damit können wir einige Herzenswünsche erfüllen“, so Schmidt weiter.

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