2G oder 3G in Fulda?

2G oder 3G?
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2G oder 3G?

Die Hessische Landesregierung hat die bestehende Coronavirus-Schutzverordnung bis zum 7. November verlängert und neue Regelungen festgelegt. So wird beispielsweise auf Wünsche aus der Branche hin die bestehende 2G-Option auf den gesamten Einzelhandel ausgeweitet. Wie sehen das Einzelhändler und Gastronomen aus der Region Fulda?

Fulda. Es steht den betreibenden Personen frei, nur noch Geimpfte und Genese in ihren Geschäften zu empfangen und dann auf Abstands- und Maskenpflicht zu verzichten.

Doch wie sehen das Menschen aus verschiedenen Branchen der Region?

„Catwalk“-Inhaber Reginald Bukel

„Catwalk“-Inhaber Reginald Bukel: „Das positive Einkaufserlebnis unserer Kunden steht bei uns im Vordergrund. Nach aktuellem Stand beabsichtigen wir weder die 3G noch die 2G Regel in unserem Einezelhandelsgeschäft anzuwenden. Unser bestehendes Hygienekonzept ist in Verbindung mit der Maskenpflicht völlig ausreichend. Die Ladenfläche ist groß genug damit Abstände eingehalten werden können und die Verweildauer ist im Vergleich zur Gastronomie relativ kurz. Sollte sich das Infektionsgeschehen signifikant verändern, werden wir die Situation neu beurteilen.“

Steffen Ackermann Vorsitzender „DEHOGA“-Fulda

Steffen Ackermann Vorsitzender „DEHOGA“-Fulda: „Das Gastgewerbe hat nach wie vor mit existentiellen Herausforderungen zu kämpfen. Unsere Branche sieht sich wachsenden Konflikten an der Restauranttür ausgesetzt. Das 2G-Modell wird von einigen Betrieben genutzt, da, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist und Gästestruktur überwiegend geimpft ist. Andere Betriebe der Hotellerie und Gastronomie entscheiden sich für 3G. Und zwar da, wo die räumliche Gegebenheit es zulässt (Mindestabstände etc.) aber auch aus moralischen und sozialen Beweggründen. Gerade, wenn es sich um Kinder und Jugendliche Gäste handelt.“

„Kostbar“- Gründer Volker Elm

„Kostbar“- Gründer Volker Elm: „Bei uns ist jeder willkommen, deshalb werden wir weiterhin bei 3G bleiben. Wir wollen niemanden ausschließen. Wir sind der Meinung, dass die Impfung der beste Weg ist, aber mit Zwang und Druck kann man nichts erreichen. Wir sind lieber kreativ statt negativ (obwohl negativ das neue positiv ist). Unsere Devise: ‚Positiv denken, negativ bleiben!‘“

Matthias Pusch, aus der Kommunikationsabteilung „Tegut“: „Unser Hygienekonzept sieht je nach Pandemielage verschiedene Stufen vor, ist erprobt und mit den lokalen Behörden abgestimmt. Wir sehen aktuell keine Notwendigkeit, an den bestehenden Hygienekonzepten unserer Märkte etwas zu ändern. Abstandhalten und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung funktionieren bereits seit 1,5 Jahren sehr gut und zuverlässig. Unsere Kunden können sicher bei uns einkaufen. Wir kommen unserem Versorgungsauftrag nach und ermöglichen allen, die es möchten, bei uns einzukaufen. Wenn sich jemand – aus welchen Gründen auch immer – nicht impfen lassen möchte, bleibt er ein Teil unserer Gesellschaft und darf nicht beim Lebensmitteleinkauf ausgegrenzt werden. Daher ist eine mögliche Umsetzung von 2G aktuell für uns kein Thema.“

Edi Leib vom Citymarketing Fulda: „In der aktuellen Coronavirus-Schutzverordnung des Landes Hessen wird auch dem Handel eine 2G-Option ermöglicht. Das Citymarketing hat dazu vor einigen Tagen eine Blitzumfrage bei den Mitgliedsbetrieben durchgeführt. Die überwiegende Mehrheit der Einzelhändler hat sich gegen eine 2G-Option ausgesprochen. Stattdessen möchten die Geschäfte mit den geltenden Hygienekonzepten die Wintermonate für Mitarbeiter und Kunden so sicher wie möglich gestalten. Die Kontrolle einer 3G- oder 2G-Regelung ist bei den vielen Kundenkontakten im Einzelhandel kaum zu bewerkstelligen und würde zudem lange Warteschlangen vor den Geschäften verursachen. Die Ergebnisse unserer Umfrage decken sich auch mit der Umfrage, die der Handelsverband Hessen bei seinen Mitgliedern durchgeführt hat. Auch dort ergibt sich ein klares Meinungsbild: Für vier von fünf Handelsbetrieben ist 2G keine Option.“

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