Ein Kind der Einheit

30 Jahre UNESCO- Biosphärenreservat

Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
1 von 9
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
2 von 9
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
3 von 9
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
4 von 9
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
5 von 9
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
6 von 9
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
7 von 9
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.
8 von 9
Auf der Homepage finden sich die geplanten Jubiläumsveranstaltungen: Neben den bewährten „Rhönschaf-Genießerwochen“ und den „Sternenparkwochen“ werden in diesem Jahr erstmals auch „Biosphärenwochen“ angeboten.

2021 werden im „Biosphärenreservat Rhön“ 30 Jahre Anerkennung durch die „UNESCO“ gefeiert.

Region. Kernzonen- und Entwicklungszonentag, Biosphärenwochen, Podcast und ein kunstvoll-kulinarisches Jubiläumsprodukt: Die drei Verwaltungen in Bayern, Hessen und Thüringen haben mit ihren zahlreichen Partnern besondere Höhepunkte organisiert und hatten zu einer Online-Pressekonferenz eingeladen. Dort referierten Ulrike Schade (Verwaltung Thüringen), Michael Geier (Verwaltung Bayern), Torsten Raab (Verwaltung Hessen), Anna-Lena Bieneck (Verwaltung Hessen) und Daniel Berghold (Rhön GmbH, Abteilung Dachmarke).

Jahrzehntelang war die Rhön durch den Eisernen Vorhang getrennt. Ende der 80er-Jahre nutzten in der DDR Naturschützer die Gunst der Stunde und gaben den Anstoß zu einer weitsichtigen Weichenstellung. Zahlreiche Naturräume wurden unter Schutz gestellt und damit gesichert, darunter die thüringische Rhön. Am 12. September 1990 wurde das Gebiet zum Biosphärenreservat Rhön erklärt und am 1. Oktober publiziert.

1990 und 1991, also unmittelbar nach der friedlichen Revolution und Wiedervereinigung, stellten die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen dann separate Anträge auf Anerkennung als „UNESCO -Biosphärenreservat“. Der damalige Umweltminister Klaus Töpfer machte daraus einen gemeinsamen Antrag. So wurden die Drei-Länder-Rhön am 6. März 1991 von der „UNESCO“ zum „Biosphärenreservat“ geadelt.

In Bayern, Hessen und Thüringen entstanden Verwaltungsstellen, die auf Basis eines Verwaltungsabkommens der drei Länder vom November 2002 zusammenarbeiten. Parallel begannen Experten mit der Ausarbeitung eines Rahmenkonzepts. Sein Ziel war und ist der Schutz, die Pflege und die Entwicklung des „UNESCO-Biosphärenreservats Rhön“. „1991 bis 2000 waren die Aufbaujahre und diese Jahre waren sehr wichtig für die Vereinsgründung“, so Ulrike Schade von der Verwaltung Thüringen.

Aufgrund der Corona-Pandemie kann zwar nicht groß gefeiert werden, Glückwünsche gab es aber trotzdem reichlich: Die drei UmweltministerInnen und die RhönlandrätInnen haben sich per Videobotschaft gemeldet und den Rhönerinnen und Rhönern gratuliert. Die Videos und alle Infos rund um das Jubiläum sind ab dem 6. März, auf der Homepage des „Biosphärenreservats“ unter www.biosphaerenreservat-rhoen.de/30-jahre zu finden.

In Anbetracht der 30-jährigen Feier sprach „Fulda aktuell“ mit Anna-Lena Bieneck, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des „UNESCO Biospährenreservats“.

FULDA AKTUELL: Wie hat sich das Biosphärenreservat in den letzten 30 Jahren entwickelt?

ANNA-LENA BIENECK: Es ist uns gelungen, die Rhön in den letzten 30 Jahren als Biosphärenreservat in Deutschland und der ganzen Welt bekannt zu machen. Mit zahlreichen Projekten in den Bereichen Naturschutz, Regionalentwicklung und Tourismus hat man früh begonnen, eine nachhaltige Entwicklung der Region anzustoßen und auf allen Ebenen qualitätsvolle Produkte zu entwickeln. Das Rhönschaf, die Rhöner Apfelinitiative, der Rotmilan, das Birkhuhn und der Sternenpark sind beispielhafte, besondere Markenzeichen des Biosphärenreservats – und gleichzeitig identitätsstiftende, nachhaltige Projekte, mit denen es gelungen ist, viele Rhöner Akteure zu motivieren, sich für den Erhalt und die Entwicklung dieser Landschaft einzusetzen. Der HOCHRHÖNER und die Extratouren, die Dachmarke Rhön, die Junior-Ranger, das Grüne Band und die Rhöner Bergwiesen sind weitere Highlights, auf die man stolz sein kann und darf.

FA: Wie wurde die Zeit der Corona-Pandemie erlebt?

BIENECK: Wir bemerken, dass viele Rhönerinnen und Rhöner ihre Heimat und die Natur wiederentdecken. Die Natur bietet in dieser schwierigen Zeit die Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen. Allerdings bringt der seit dem vergangenen Sommer gestiegene Besucherdruck in unseren Schutzgebieten neue Herausforderungen für eine umwelt- und naturverträgliche Besucherlenkung mit sich.

Wie viele andere arbeiten wir seit der Corona-Pandemie als Verwaltung verstärkt digital. Das ist am Ende oft ermüdend – bringt uns an manchen Stellen allerdings mit den anderen Verwaltungen und Trägervereinen näher zusammen. Wo vorher eine längere Anreise nötig war, wird heute schnell eine Videokonferenz einberufen. Das vereinfacht die länderübergreifende Zusammenarbeit; das verstärkte digitale Arbeiten wird auch sicher nachhaltig Bestand haben.

Digital ist allerdings nicht die Lösung für alles: Unsere Arbeit im Bereich Umweltbildung zum Beispiel ist massiv eingeschränkt. Natur und Nachhaltigkeit vermitteln geht nicht vor dem Bildschirm! Es besteht die Gefahr, dass wichtige Bildungspartner diese Zeit nicht überstehen werden – dasselbe gilt für unsere Partner aus dem Bereich Tourismus und Gastronomie. Wir als Hessische Verwaltung und auch der Verein Natur- und Lebensraum Rhön wollen deshalb so gut es geht unterstützen und mit den Leistungsträgern zum Beispiel Formate wie die Rhönschaf-Genießerwochen, die Sternenparkwochen und die in diesem Jahr erstmals geplanten Biosphärenwochen aufrechterhalten und weiterentwickeln (sobald es die Situation wieder zulässt).

FA: Welche Projekte stehen noch bevor?

BIENECK: Vor allem der Klimawandel und seine Folgen werden uns in den kommenden Jahren beschäftigen - und das in allen Bereichen. Neu ist zum Beispiel das Projekt „KlimaRhön“ von der Goethe-Universität Frankfurt. Hier sollen Wege gefunden werden, wie das Wassermanagement im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in Zeiten des Klimawandels nachhaltig funktionieren kann. Das ist ein wichtiges Thema für alle: für die Land- und Forstwirtschaft ebenso wie für die Industrie, den Tourismus oder den Privathaushalt. Fortgeführt werden derweil das LIFE-Projekt „Rhöner Bergewiesen“ mit Fokus auf der Wiederherstellung des Berggrünlandes, die Rotmilan-Kartierungen und das Insektenmonitoring.

FA: Wie wichtig ist das UNESCO-Biosphärenreservat für die Region?

BIENECK: Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist die wichtigste Klammer zwischen den drei Ländern Bayern, Hessen und Thüringen und identitätsstiftend für alle Rhöner. Es gehört inzwischen zum Selbstverständnis der Menschen, die stolz auf ihre Region und Heimat sind. Das Biosphärenreservat steht für eine moderne, nachhaltige Entwicklung mit und für die Menschen der Rhön. Vom Armenhaus Deutschlands zur begehrten Zukunftsregion!

Rubriklistenbild: © UNESCO Biosphärenreservat Rhön

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Mord-Prozess in Fulda: Angeklagter will sich äußern

Ein 31-Jähriger steht seit Donnerstag vor dem Landgericht Fulda. Der Vorwurf: Er soll am 7. Dezember seine Ex-Freundin heimtückisch ermordet haben. Am ersten Prozesstag …
Mord-Prozess in Fulda: Angeklagter will sich äußern

Dreiste Einbrecher treiben in Fulda ihr Unwesen

Tatorte: Liobastraße und Heinrichstraße
Dreiste Einbrecher treiben in Fulda ihr Unwesen

Aus Marie wird Noah - Im falschen Körper geboren: Ein Jugendlicher erzählt

Noah aus Osthessen war bis vor kurzem Marie. Mit 16 Jahren hat sich der Teenager geoutet.
Aus Marie wird Noah - Im falschen Körper geboren: Ein Jugendlicher erzählt

Malteser bauen Trauerbegleitung weiter aus

Alle ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen haben die Ausbildung erfolgreich bestanden und sind in ihre neue Aufgabe entsandt wurden.
Malteser bauen Trauerbegleitung weiter aus

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.