7.000 Haushalte in Fulda können in die Gigabit-Liga aufsteigen

Absichtserklärung zwischen Stadt und Telekom am Dienstag unterzeichnet

Fulda - Bis zum ersten Quartal 2022 sollen für circa 7.000 Haushalte in der Kernstadt Fulda Glasfaseranschlüsse mit einem Tempo von bis zu 1 GBit/s (Gigabit pro Sekunde) bis in die Häuser verlegt werden. Dieses gemeinsame Ziel verfolgen die Stadt Fulda und die Deutsche Telekom. Beide Parteien haben am Dienstag eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben.

Die Ausbaukosten trägt allein die Telekom. Als Baustart ist April 2021 geplant und die Bauarbeiten sollen in rund zwölf Monaten abgeschlossen sein. Dabei kommt das Glasfaser-Kabel von der Vermittlungsstelle über den Verteilerkasten im Gehwegbereich direkt ins Haus der Kunden. Diese Technik nennt sich „Fiber To The Home“/FTTH.

Im Zuge der Arbeiten werden rund 150 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 32 Glasfasernetzverteiler neu aufgestellt. Dabei wird in Straßenabschnitten vorgegangen. Sobald ein Abschnitt fertiggestellt ist, können die Anlieger die neu gebauten Glasfaseranschlüsse bereits nutzen.

Die Telekom wird gemeinsam mit der Stadt alles tun, um den Ausbau mit modernsten technischen Möglichkeiten gut und schnell zu bewältigen und dabei die Beeinträchtigungen für die Bürger wie den Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld freut sich über das Projekt: „Schnelles Internet wird gerade in diesen Zeiten immer wichtiger: Eltern sind vermehrt im Home-Office und in Video-Konferenzen, und Kinder bekommen gleichzeitig ihre Hausaufgaben online gestellt oder tauschen sich mit Schulfreundinnen und -freunden aus - da braucht es eine stabile und leistungsfähige Internet-Verbindung. Ich begrüße es daher sehr, dass die Telekom ihr Netz in Fulda auf die moderne Glasfaser-Technik bis in die Häuser aufrüsten will und nach der Innenstadt weitere Stadtteile folgen sollen.“

Derzeit werden auch im ländlichen Raum – vor allem in Weilern und Einzellagen – mit Unterstützung von Kreis, Bund und Land FTTH-Anbindungen zur Erschließung der „Weißen Restflecken“ geschaffen. Fuldas Landrat Bernd Woide betont dazu: Unser Ziel, für gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt wie auf dem Land zu sorgen, werden wir konsequent weiterverfolgen. Die Stadt Fulda hat daher gemeinsam mit dem Landkreis und 21 weiteren kreisangehörigen Kommunen eine Gigabit-Masterplanung in Auftrag gegeben. Ziel ist es hierbei die Grundlagen für das sogenannte „Graue-Flecken“- Förderprogramm zu schaffen, damit auch überall dort, wo ein marktgetriebener Ausbau nicht stattfinden wird, die Glasfaserleitungen mit Hilfe von Fördermitteln unmittelbar in die Haushalte und Unternehmen verlegt werden können.

„Der Breitbandausbau geht kontinuierlich weiter, die Kernstadt profitiert als erster Bereich von diesem Projekt der Telekom, sagt Hartmut Müller, zuständiger Regionalmanager der Telekom. „Wir freuen uns sehr auf eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Fulda, auch für die schon weiteren in Planung befindlichen Stadtbereiche wie um die Frankfurter Straße Richtung Kohlhaus oder auch im Bereich Nordend zwischen Bahnlinie und B27 sowie rund um den Waidesgrund".

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