Abwassergebühren bleiben trotz schwieriger Zeiten stabil

Der Abwasserverband Fulda investiert weiter kräftig. Das Bild zeigt die Aufstockung des Betriebsgebäudes des Klärwerkes Gläserzell. Die Baumaßnahme wurde Ende 2020 begonnen und ist nunmehr so gut wie fertig gestellt.
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Der Abwasserverband Fulda investiert weiter kräftig. Das Bild zeigt die Aufstockung des Betriebsgebäudes des Klärwerkes Gläserzell. Die Baumaßnahme wurde Ende 2020 begonnen und ist nunmehr so gut wie fertig gestellt.

Einstimmig hat die Verbandsversammlung des Abwasserverbands Fulda (AVF) dem Haushaltsplan 2022 zugestimmt. Er sieht unter anderem Gesamtinvestitionen in Höhe von 17,3 Millionen Euro in die Infrastruktur vor – eine neue Rekordsumme in mehr 50 Jahren Geschichte des Abwasserverbands.

 Fulda Wie in den Jahren zuvor war ein ausgeglichener Haushaltsplanentwurf zur Beschlussfassung vorgelegt worden. Der Verbandsvorsitzende, Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner, hatte in seiner Haushaltsrede betont, dass die Einbringung des neuen Haushaltes in die Gremien des Verbandes unter dem Eindruck eines weiteren pandemischen Jahres erfolgen muss.

Schreiner betonte, dass die Investitionserfordernisse weiterhin hoch seien. Umso erfreulicher sei es, dass der Verband mit den Maßnahmen zur Umsetzung des Substanzwertkonzepts gut vorankommen sei und das zu Ende gehende Jahr habe nutzen können, um eine Vielzahl an Planungen im Vorgriff auf spätere Umsetzungen voranzutreiben. Dasselbe gelte für das
kommende Jahr - trotz der weitreichenden Einflüsse der Corona-Pandemie.

Neben der Substanz des Kanalnetzes, dem stetigen Ausbau der Klärwerke und der Entsorgungsproblematik für die Klärschlämme merke der Verband, dass eine verstärkte Berücksichtigung von Starkregenereignissen und deren Ableitungen sowie die
Gewässerstrukturen im Verbandsgebiet erforderlich würden. „Diesen Zukunftsthemen stellen wir uns gemeinschaftlich“, so Schreiner.

Schreiner ging auf das bevorstehende Investitionsprogramm ein und betonte, man halte
weiterhin Kurs, das Anlagevermögen substanziell zu stärken. Auch im kommenden Jahr werde der Abwasserverband Fulda selbst in schwierigen Zeiten weiterhin ein stabiler Auftraggeber und somit unterstützender Motor für die Konjunktur sein können. Für Investitionen in Abwasseranlagen würden Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 16,43 Millionen Euro eingestellt. Darüber hinaus würden weitere rund 0,9 Millionen Euro in das Sachanlagevermögen investiert. Mit einer Gesamtinvestitionssumme von über 17,3 Millionen Euro sei dies der höchste Betrag, der seit der Verbandsgründung vor über 50 Jahren in die Erhaltung und Verbesserung der Infrastruktur des Verbandes investiert werde.

Dabei gab er eine erfreuliche Nachricht für die Gebührenzahler: Trotz der bereits im Jahre 2019 für das Jahr 2022 prognostizierten Gebührenerhöhung und obwohl hohe Investitionen im kommenden Jahr anstünden, sei es für das Jahr 2022 nochmals gelungen, die Gebühren stabil zu halten. Damit gelinge es, ein - wenn auch kleines - Zeichen zu setzen, dass in diesen besonderen Zeiten „nicht alles ins Wanken“ gerate, wie man beispielhaft an den regelrecht explodierenden Energiepreisen erkennen könne.

Er verwies auf die Entwicklung der Verschuldung im Verhältnis zur Veränderung des
Vermögens im Haushaltsplan 2022. Es lasse sich eindrucksvoll ableiten, dass das
Vermögen des Verbandes alleine in den Jahren 2018 bis zum Jahresende 2021 um fast
16 Millionen Euro zugenommen habe. Die Verschuldung sei im gleichen Zeitraum jedoch lediglich um noch nicht einmal eine Million Euro angestiegen. Noch eindrucksvoller seien die Prognosen für das kommende Haushaltsjahr. Danach werde sich der Vermögenszuwachs um weitere 9,2 Millionen Euro erhöhen und das Anlagevermögen einen Rekordwert von rund 157,3 Millionen Euro erreichen.

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