Adventszeit auf der Kippe: Werden Weihnachtsmärkte in der Region stattfinden?

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Noch ist unklar, ob in Fulda und anderen Orten die üblichen Advents- und Weihnachtsmärkte stattfinden können.

Osthessen. Am Kölner Dom ist er bereits abgesagt, bundesweit stehen weitere Weihnachtsmärkte wegen der Corona-Pandemie auf der Kippe. In Fulda wurde die komplette Karnevals-Kampagne 2020/2021 abgesagt.

Wie sieht es in Fulda mit dem Weihnachtsmarkt, der alljährlich tausende Menschen in der Adventszeit in die Innenstadt zieht, aus? Auf Nachfrage von „Fulda aktuell“ bei der Magistratspressestelle konnte man noch keine Auskunft geben. Es werde derzeit an einem „weihnachtlichen Programm“ gearbeitet, spruchreif sei dies allerdings noch nicht. „Es ist geplant, ein weihnachtliches Angebot in der Innenstadt zu schaffen – welche Form dies annehmen kann, ist derzeit noch in der Prüfung“, so die Pressestelle.

Durch die Corona-Pandemie und die auf überfüllten Weihnachtsmärkten kaum einzuhaltenden Abstandsregeln ist es kaum wahrscheinlich, dass in Fulda und in anderen Gemeinden der Rhön und des Vogelsberges die Weihnachtsmärkte auf gewohnte Art stattfinden können. Der Licht‘l-Markt“ in Hilders, der „Weihnachtsmarkt unter der größten Kerze der Welt“ in Schlitz oder der „Klasmarkt“ in Tann sind nur drei Beispiele dafür, wie in Osthessen die Vorweihnachtszeit gefeiert wird.

Letztendlich ist im Frühherbst der beste Zeitpunkt, geplante Veranstaltungen abzusagen, wenn die Vorbereitungen noch nicht allzu weit fortgeschritten sind. Die „Fuldaer Karnevalsgesellschaft“ hat ihre Absage rechtzeitig gemacht, denn so kann alle Energie in die – hoffentlich coronafreie – Kampagne im November des Jahres 2021 gesteckt werden.

Für die Marktbeschicker wäre die Absage der regionalen Weihnachtsmärkte existenzbedrohend, denn durch die nicht stattgefundenen Volksfeste sind deren Einnahmen weitestgehend weggebrochen. Die Städte und Gemeinden müssen nun überlegen, welche Alternativen möglich sind – was unter anderem abhängig von landes- oder bundesweiten Corona-Verordnungen sein wird.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in dieser Woche geäußert, dass die Maßnahmen zu Beginn der Corona-Pandemie eventuell zu stark gewesen sein könnten, nach dem damaligen Stand des Wissens jedoch richtig. Es wird von den Zahlen der Erkrankten abhängen, welche Maßnahmen in den kommenden Monaten gelockert oder angepasst werden müssen.

Was das für die Weihnachtsmärkte der Region bedeutet, wird sich in den nächsten Wochen zeigen müssen. Bei der Stadt Fulda rechnet man damit, dass bis Mitte September bekannt gegeben werden kann, wie die Barockstadt sich in der Vorweihnachtszeit aufstellt.

Am Freitag hat auch die Stadt Hünfeld sämtliche Karnevalsveranstaltungen für die kommende Saison abgesagt.

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