Ärztenachwuchs auf dem Land sicherstellen: Minister Grüttner besucht Lehrpraxis in Wüstensachsen

Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner zu Besuch in einer Arztpraxis in Ehrenberg.
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Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner informierte sich in einer ländlichen Hausarztpraxis in de Rhön.

Ehrenberg - Mit Blick auf den demografischen Wandel und die Herausforderung, gerade in ländlichen Regionen Ärztinnen und Ärzte für eine Niederlassung zu gewinnen, sagte Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner, am Donnerstag in Ehrenberg: „Eine zukunftsfeste und weiterhin wohnortnahe, qualitativ hochwertige Versorgung ist eine der großen Zukunftsaufgaben. Zum einen werden die Menschen älter und es wird immer mehr medizinische Versorgung nachgefragt.

Gleichzeitig geben viele Allgemeinmediziner ihre Praxen altersbedingt auf und nun gilt es, Nachwuchs zu begeistern und neue Wege zur Sicherstellung einer hochwertigen medizinischen Versorgung zu beschreiten. Ehrenberg und das Projekt Landpartie machen vor, wie das geht! Ich freue mich, hier heute eine Praxis besuchen zu können, die bei diesem bundesweit einzigartigen und vorbildlichen Projekt mitmacht.“ Grüttner startete heute seine insgesamt dreitägige Rundreise in der Zeit von Januar bis März durch Hessen, um sich vor Ort über gute Beispiele zu informieren, die die Gesundheitsversorgung zukunftsfähig gestalten. Erste Station war am Mittwoch die Hausarztpraxis M. Ziegler, die am „Projekt Landpartie 2.0“ teilnimmt. Das Projekt möchte bereits Studierende für den Beruf des Landarztes begeistern.

So wird Medizin-Studierenden ab dem 1. klinischen Semester die Möglichkeit geboten, die hausärztliche Medizin in ländlichen Regionen bereits während des Studiums intensiv zu erleben. In ausgewählten Hausarztpraxen absolvieren sie ein zwei- bis fünftägiges Praktikum pro Semester in flexibler Absprache mit der Praxis. Die Praxisphasen werden jeweils von einem Vor- und Nachbereitungsseminar umrahmt. Der Minister betonte nach dem Besuch, dass er den Eindruck gewonnen habe, dass ein solches Praktikum die jungen Menschen für die Arbeit auch in ländlichen Regionen wieder begeistern könne. Und er dankte der Praxis für ihr Engagement.

„Die Herausforderungen zur Gewinnung des ärztlichen Nachwuchses, wie z.B. die Schaffung von attraktiven Arbeitsbedingungen wie Anstellungs- und Teilzeitbeschäftigungen sind wir von Seiten des Landes frühzeitig angegangen“, betonte der Gesundheitsminister. Die Landesförderung greife bereits früh im Studium, die Förderprogramme des Landes Hessen zur ambulanten ärztlichen Nachwuchsgewinnung umfassen sowohl Studienabschnitte (über die Famulaturförderung) als auch durch die Arbeit des Kompetenzzentrums Weiterbildung Allgemeinmedizin die ersten Jahre des Berufslebens und den Übergang in die freiberufliche Tätigkeit. „Seit Beginn des Jahres finanziert das Land Hessen mit rund 78.000 Euro jährlich ein neues Leistungsmodul des Kompetenzzentrums Weiterbildung Hessen, wonach allen Landkreisen das Projekt Landpartie und sogenannte „Landtage“ angeboten werden“, erklärte Grüttner. Damit werde den Landkreisen, Kommunen, Ärzten/innen und Kliniken eine ganz neue Struktur der Zusammenarbeit zur Rekrutierung von Hausärzten/innen angeboten.

„Wir wissen, dass gerade ältere Menschen eine gute medizinische Versorgung benötigen. Die Herausforderungen, dies weiterhin auch in ländlichen Regionen sicherzustellen, packen wir in Hessen auch von Seiten der Landesregierung mit Projekten wie dem Gesundheitspakt an. Wir brauchen in den ländlichen Regionen zudem verstärkt integrierte Versorgungsformen, die Leistungen aus den Bereichen Medizin, Pflege und soziale Betreuung vernetzt anbieten. Das Land unterstützt solche innovativen Ansätze über das Landesprogramm „Regionale Gesundheitsnetze“.

Hierbei wird beispielsweise der Aufbau von lokalen Gesundheitszentren oder die Gründung von fachspezifischen Netzwerken wie z.B. für Demenzkranke gefördert. Auch die Nachfrage nach Pflegefachkräften steigt demografiebedingt stetig. Wir müssen beim Fachkräftenachwuchs das Interesse anregen, im ländlichen Raum zu leben und zu arbeiten – das ist eine der großen Herausforderungen. Die Hessische Landesregierung wird sich dem Wettbewerb um die besten Fachkräfte für den ländlichen Raum stellen. Deshalb werden z.B. von uns Ausbildungsplätze in der Altenpflege finanziert, ein Zentrum zur Anwerbung und nachhaltigen Integration internationaler Pflege- und Gesundheitsfachkräfte (ZIP Hessen) gegründet und Medizin-Studierende bereits früh im Studium für eine spätere Niederlassung als Landarzt geworben.

Hierzu gehören beispielhaft die Nachwuchskampagne der Kassenärztlichen Vereinigung, finanzielle Anreize für die Niederlassung als Landarzt sowie das vom Land geförderte Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Hessen, das den Ärztenachwuchs vom Studium über die Weiterbildung bis zur Niederlassung begleitet.“ „Daneben eröffnet die Digitalisierung des Gesundheitswesens eine große Chance, weil sie bestehende Versorgungsangebote unterstützt, sehr schnell medizinisches Fachwissen zu den Menschen bringt und Distanzen überbrücken kann.

Damit ist sie ein Schlüssel zu einer weiterhin wohnortnahen Versorgung. Die neue Technik schafft zudem moderne, attraktive Arbeitsplätze für junge Fachkräfte besonders im ländlichen Raum. Deshalb stellt die Landesregierung für Innovationsprojekte jährlich sechs Millionen Euro zur Verfügung“, betonte Grüttner Zudem unterstütze das Land kommunale und regionale Initiativen durch unterschiedliche Förderbausteine, wie z.B. durch das Landesprogramm „Bildung regionaler Gesundheitsnetze“ und die Initiative „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“. „Bei allen Bestrebungen zur Sicherung der wohnortnahen Versorgung steht das Wohl der Bürgerinnen und Bürger immer an oberster Stelle. Dafür treten wir zuverlässig ein“, so der Gesundheitsminister abschließend.

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