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Ärzteversorgung im Vogelsberg

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Gesprch mit dem neuen Direktor des Hessischen Landkreistages Dr. Jan Hilligarth - "An einem Strang ziehen"Vogelsbergkreis. Der Vogelsb

Gesprch mit dem neuen Direktor des Hessischen Landkreistages Dr. Jan Hilligarth - "An einem Strang ziehen"

Vogelsbergkreis. Der Vogelsberger Landrat Rudolf Marx hat erneut die rzteversorgung im Vogelsbergkreis zum Thema gemacht. In einem Gesprch mit dem neuen Direktor des Hessischen Landkreistages, Dr. Jan Hilligarth, machte Marx im Lauterbacher Kreishaus deutlich, er werde "bei diesem Thema jetzt nicht locker lassen" und bat um die Untersttzung des Spitzenverbandes, in dessen Prsidium er bereits das Thema platziert hatte.

Direktor Hilligarth sagte seine Untersttzung zu. "Weil es uns um Sachfragen geht - jenseits der Parteipolitik - lsst sich viel erreichen. Das ist unsere Erfahrung, wenn wir an einem Strang ziehen." Marx hatte unter anderem als Anreiz zur Ansiedlung "bessere Einkommens-Chancen fr junge rzte" gefordert (wir berichteten).

Marx und Hilligarth hatten vllige bereinstimmung in der Bewertung, dass die Brgerinnen und Brger genau dies erwarteten: besser Sachfragen klren als Grabenkmpfe fhren. Die parteibergreifende Zusammenarbeit im Landkreistag habe "hnlich gute Effekte wie unser Bemhen um ein gutes politisches Klima auf Kreisebene", sagte Marx whrend des intensiven Gedankenaustauschs. Der Landrat sprach auch das "gute produktive Klima zwischen Behrdenleitung und Bediensteten" an, das zu wirtschaftlich vernnftigen und am Interesse der Brgerschaft orientierten Ergebnissen fhre.

Landrat Marx berichtete vom guten Auftakt des Bndnisses fr Familie im Landkreis, aber auch von Problemen in Kindertageseinrichtungen, in denen das Fachpersonal zunehmend unter Druck gerate durch "zum Teil unbersichtliche Programme", die zu Irritationen fhrten. Hilligarth berichtete hierzu von Gesprchen mit der Landesregierung. Die Aufgaben nach dem Sozialgesetzbuch zwei (Hartz IV) halten Marx und Hilligarth gleichermaen bei den Landkreisen "sehr gut aufgehoben". Denn hier sei die Nhe zu den Arbeitgebern am grten und die Netzwerkstrukturen am besten.

Ein weiteres Thema war die angestrebte Zustndigkeit der Schultrger, also der Landkreise, auch frs Personal, das in den Schulen ttig ist. Dies sei vor dem Hintergrund zunehmender Betreuungsangebote sehr nahe liegend. Ein parteibergreifendes Strategiepapier des Landkreistages sieht hierzu unter anderem die Kommunalisierung der Staatlichen Schulmter vor. Auerdem solle die Eigenverantwortung der Schulen gestrkt werden.

Der neue Direktor des Hessischen Landkreistages hat vor wenigen Wochen seine Ttigkeit aufgenommen. Privatdozent Dr. habil. Jan Hilligarth leitet den fr die 21 hessischen Landkreise zustndigen Spitzenverband gemeinsam mit dem Geschftsfhrenden Direktor Gerrit Kaiser. "Die nachhaltige Wahrnehmung der Interessen der Kreise gegenber dem Landtag und der Landesregierung" sieht Hilligardt als seine vorrangige Aufgabe an. "Die kommunalen Interessen mssen unberhrbar deutlich gemacht werden", unterstreicht der HLT-Direktor.

Der 37-jhrige Dr. Hilligarth hat umfassende Erfahrung sowohl in Kommunalverwaltung als auch in Forschung und Lehre. Schwerpunkte seiner bisherigen Ttigkeiten waren unter anderem Stadt- und Regionalplanung. An der TU Darmstadt hat er an der Ausarbeitung regionaler Entwicklungskonzepte mitgearbeitet. Sechs Jahre lang war er Referent des HLT-Prsidenten, Landrat Alfred Jakoubek (Darmstadt-Dieburg), und dort auch fr die Koordination regionaler Zusammenarbeit, Wirtschaftsfrderung und Brgerservice zustndig. Hilligarth ist der Nachfolger des langjhrigen Direktors Dr. Hans-Peter Rther.

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