1. lokalo24
  2. Lokales
  3. Fulda

Aktionstag gegen Rassismus am 26. März in Fuldas Innenstadt

Erstellt:

Kommentare

Aktionstag gegen Rassismus
Aktionstag gegen Rassismus © Privat

Auch in diesem Jahr hat sich in Fulda zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21.3. unter der Moderation der Partnerschaft für Demokratie ein breites Aktionsbündnis gebildet, um mit verschiedenen Aktionen unter starker Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen.

Der „Internationale Tag gegen Rassismus“ wird jährlich am 21. März gefeiert und wurde 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Er geht zurück auf das Massaker von Sharpeville (Südafrika) und soll immer an das Ideal der Menschenrechte erinnern, diese fördern und schützen: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“ (Artikel 1 der Menschenrechtserklärung).

„Auch in Deutschland, auch in Fulda gibt es Rassismus in verbaler und körperlicher Gewalt, Ausgrenzung, Benachteiligung, auf Aufklebern, in lockeren Sprüchen und Witzen, offen und versteckt“, so die Initiatoren des Bündnisses. „Wir wollen sowohl den Betroffenen von rassistischer Gewalt ein Gesicht geben, aber auch den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die Rassismus entschieden ablehnen.“

Die bei der Stadt angesiedelte Koordinierungs- und Fachstelle der „Partnerschaft für Demokratie“, die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird, koordiniert ein breites Bündnis aus vielen lokalen Gruppierungen: „Welcome in!“, „Jugendkulturfabrik“, VHS Landkreis Fulda, „Fulda stellt sich quer“, SPD-Stadtverband, „SG Barockstadt Fulda-Lehnerz“, „Pulse of Europe“, „Omas gegen rechts“, Innenstadtpfarrei, „gemeinsam evangelisch in Fulda“, CDU-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung, Stadtverband Bündnis 90/Die Grünen, Grüne Jugend Fulda, „DAFKS Kontakt“, Ullich Steybe und andere.

„Rassismus wird vor allem dann zum Problem, wenn wir ihn nicht entdecken und darüber sprechen. Entdecken auch bei uns selbst. Wie schnell werten wir Menschen ab, grenzen sie aus, nur weil sie zu einer bestimmten Gruppe gehören! Weil sie Frauen, schwarz, geflüchtet, muslimisch, beeinträchtigt, queer sind. Wir müssen einander und auch uns selbst aufmerksam machen für offene und verdeckte Formen von Rassismus und mit einem klaren und eindeutigen NEIN jeder Form von Rassismus entgegentreten“, fasst Stefan Mölleney vom Amt für Jugend, Familie und Senioren der Stadt Fulda die Motivation der Mitwirkenden zusammen.

Aktionen

Für den 26. März ist auf dem Universitätsplatz von 13 bis 16 Uhr ein Aktionstag gegen Rassismus mit einem bunten Bühnenprogramm geplant, das unterschiedliche Beiträge und Perspektiven zum Thema Rassismus und Ausgrenzung aufgreift. Neben Redebeiträgen gibt es Straßeninterviews zum Thema Rassismus und musikalische Vorführungen. Als Beitrag der beiden großen christlichen Kirchen in Fulda werden am 26. März um 12.50 Uhr für fünf Minuten alle Kirchenglocken Fuldas als Mahnung gegen Rassismus läuten.

In Zusammenarbeit mit dem „City-Marketing Fulda“ wurden zwei Künstlerinnen engagiert, die Ausgrenzung und Rassismus in Form von 3D-Streetart-Motiven künstlerisch umsetzen und dabei die Öffentlichkeit interaktiv einbeziehen. Präsentiert werden die Kunstmotive am 23. März um 12.30 Uhr. Auch werden an diesem Tag drei Bodenaufkleber zwischen 13 und 14 Uhr am Bahnhofsvorplatz, auf dem Universitätsplatz und bei der Stadtpfarrkirche angebracht, die auf Rassismus als gesamtgesellschaftliches Problem aufmerksam machen.

Wie im letzten Jahr sollen so viele Menschen wie möglich Gesicht gegen Rassismus zeigen und Farbe bekennen können. So werden in verschiedenen Geschäften Buttons verteilt mit dem Slogan: „Fulda zusammen gegen Rassismus – 100% Menschenwürde“. Er ist zum Markenzeichen des Aktionsbündnisses und des lokalen Kampfes gegen Rassismus geworden. Jede und jeder kann mit dem Button, der auch unter www.fulda-gegen-rassismus.de zum Download bereitsteht, ein Selfie erstellen, das dann auf www.fulda-gegen-rassismus.de in einer Bildergalerie veröffentlicht wird. Alle eingesendeten Fotos werden vor Ort in A4-Format aufgehängt, so dass an diesem Tag Gesicht und Haltung gegen Rassismus gezeigt werden kann. Mit dem Hashtag #FuldagegenRassismus können Menschen auch ein Zeichen im virtuellen Raum setzen und sich zu Toleranz und Vielfalt in unserer Stadt bekennen.

Rund um diese Projekte mit der Botschaft „Fulda zeigt Gesicht“ wird es weitere Aktionen und Veranstaltungen gegen Rassismus geben. Und auch der Einzelhandel wird sich wieder beteiligen. Neben dem Button im Großformat, der teilweise bereits seit dem letzten Jahr in vielen Geschäften zu sehen ist, werden zehn unterschiedliche Plakate, die auf die Formen und Folgen von Rassismus aufmerksam machen, in den Schaufenstern hängen.

In vielen Fuldaer Geschäften kann man außerdem Aufkleber und Buttons mit dem Logo „Fulda zusammen gegen Rassismus -100% Menschenwürde“ abholen, unter aderem im „Café Thiele“, „Kulturzentrum Kreuz“., „Inkultura“, „Marleen Schallplatten“, „Vintage Nr. 9“, „Theo Müller Optik“, „Die Brille“, „DRESSED“, „Hohmanns Brauhau“s und in der Stadtpfarrkirche.

Das komplette Programm des Fuldaer Aktionsbündnisses sowie die Möglichkeiten zur Beteiligung finden sich unter www.demokratie-leben.de.

Auch interessant

Kommentare