Aktualisiert: Mädchen bei Sprung vom Free Fall Tower verletzt

Nach einer Alarmierung hebt Christoph 7 innerhalb von zwei Minuten zur Notfallversorgung ab. Der Schwerpunkt des Einsatzgeschehens liegt in einem Radius von fünf bis 70 Kilometer Luftlinie um Kassel. Foto: Soremski
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Nach einer Alarmierung hebt Christoph 7 innerhalb von zwei Minuten zur Notfallversorgung ab. Der Schwerpunkt des Einsatzgeschehens liegt in einem Radius von fünf bis 70 Kilometer Luftlinie um Kassel. Foto: Soremski

Ein schwerer Unfall passierte am Montagabend auf dem Hoherodskopf bei Schotten im Vogelsberg. Ein Mädchen verletzte sich schwer.

Schotten. Beim Sprung vom "Free Fall Tower" auf dem Hoherodskopf bei Schotten im Vogelsberg zog sich ein zwölfjähriges Mädchen am Montagnachmittag schwere Verletzungen zu. Wie die Polizei mitteilt, verfehlte das Mädchen gegen 17.30 Uhr das Luftkissen, auf dem es eigentlich hätte landen sollen. Der Rettungshubschrauber war im Einsatz. Sie wurde mit mehreren Knochenbrüchen und einem schweren Schädel-Hirn-Trauma in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der "Free Fall Tower" ermöglicht es den Benutzern, aus sechs oder zwölf Metern Höhe auf ein großes Luftkissen zu springen. Die Attraktion steht erst seit wenigen Monaten auf dem Hoherodskopf.

Die Ermittlungen von Polizei und Fachbehörden dauern an.

Hier die Abschlussmeldung vom heutigen Dienstag, 10.34 Uhr

Am Montagnachmittag, kurz nach 17 Uhr stürzte ein zwölfjähriges Mädchen aus dem Landkreis Fulda von einem sogenannten FreeFall-Tower, welcher als touristische Attraktion in diesem Sommer auf dem Hoherodskopf in Betrieb ist. Bei dem Sturz erlitt das Mädchen lebensbedrohliche Verletzungen. Es wurde zur Behandlung mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik in Gießen eingeliefert.

Die Zwölfjährige befand sich zusammen mit einer gleichaltrigen Freundin auf dem Turm, von wo aus sie Sprünge auf das darunter befindliche Luftkissen absolvieren wollten. Zu diesem Zweck führten beide, angeleitet durch einen 25-jährigen Mitarbeiter des Turmbetreibers, zunächst zwei Probesprünge aus einer geringen Höhe aus. Erst als diese Sprünge erfolgreich absolviert waren führte der gleiche Mitarbeiter die beiden Mädchen auf die Plattform in etwa neun Metern Höhe. Von der oberen Plattform bis zum oberen Rand des Luftkissens ist ein freier Fall von knapp sechs Metern möglich. Das Luftkissen selbst hat eine Höhe von rund drei Metern. Nach Zeugenaussagen geriet die Zwölfjährige nun aber unmittelbar vor dem Absprung mit der linken Hand an das linksseitig befindliche Geländer.

Dadurch erhielt der Körper des Mädchens einen Linksdrall und stürzte somit auf die Sicherheitsumrandung des Luftkissens und gegen einen Bauzaun. Von der luftgefüllten Umrandung wurde das Mädchen wieder in die Höhe katapultiert und fiel letztendlich neben dem Luftkissen auf die Erde. Dabei zog sie sich die schweren Verletzungen zu. Zur Versorgen der Verletzten waren Notarzt, Rettungswagen sowie der Rettungshubschrauber "Christoph Gießen" im Einsatz

Der Betrieb des Kletterturms wurde unmittelbar nach dem Unglück durch die Polizei untersagt. Das Dezernat Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums Gießen, als auch Polizei und Staatsanwaltschaft in Gießen haben ihre Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Die Ermittlungen dauern derzeit an. Zeugen des Vorfalls werden gebeten Kontakt mit dem Polizeiposten in Schotten unter 06044/98909-0 aufzunehmen.

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