SPD zur aktuellen Flüchtlingswelle: "Das Land muss zusätzlich unterstützen"

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Der Vorsitzende des SPD-Bezirks Hessen-Nord Manfred Schaub zur Problematik der Flüchtlingshilfe

Der Vorsitzende des SPD-Bezirks Hessen-Nord Manfred Schaub forderte von der schwarz-grünen Landesregierung zusätzliche Anstrengungen bei der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik der Kommunen. "Jenseits der vom Sozialministerium aktuell vollzogenen Erhöhung der Regelsätze für die Flüchtlingsunterbringung, die nach Schätzung des Ministerium zu Mehrausgaben des Landes in Höhe von 30 Millionen Euro führen wird, brauchen die Kommunen insbesondere im Bereich der Unterbringung, der qualifizierten Betreuung und der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden zusätzliche Unterstützung. Die stetig steigende Zahl der Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, stellt die Landkreise und die Städte und Gemeinden vor enorme logistische, aber auch finanzielle Herausforderungen", so Schaub.

Der zusätzliche Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten sei groß. "Die Zahl der Asylsuchenden ist enorm angestiegen. Bis zum Jahresende müssen die Kreise absehbar eine erhebliche Zahl weiterer Flüchtlinge aufnehmen. Das Land ist durch das Landesaufnahmegesetz in besonderer Weise gefordert, den betroffenen Kommunen möglichst schnell zu helfen", so Manfred Schaub, der in seiner Eigenschaft als Bürgermeister der Stadt Baunatal die Problematik sehr genau kennt.

Die vorhandenen finanziellen Mittel der Kommunen würden bei weitem nicht ausreichen, um die Flüchtlinge adäquat betreuen zu können. "Es besteht sehr viel ehrenamtliches Engagement in der Unterstützung von Flüchtlingen. Jedoch ist auch klar, dass ehrenamtliches Engagement nicht alles abdecken kann. Hier sind die politisch Verantwortlichen gefordert, damit sich die Situation der oftmals traumatisierten Menschen verbessert", sagte der SPD-Bezirksvorsitzende. Die Kreise sieht Schaub in der Pflicht, ehrenamtliches Engagement rund um die Flüchtlinge stärker zu vernetzen und zu fördern.

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