„Alles andere hätte auch verwundert.“ - GRÜNES Kopfschütteln über verstaubte CDU-Pläne

Fulda. "Was lange währt, wird nicht besser", bedauern die GRÜNEN das "gar klägliche Ergebnis" der CDU-Beratungen über die verk

Fulda. "Was lange währt, wird nicht besser", bedauern die GRÜNEN das "gar klägliche Ergebnis" der CDU-Beratungen über die verkehrliche Situation in der Friedrichstraße. "Das Auto hat noch immer Vorfahrt", kritisiert die GRÜNE Stadtverordnete Ute Riebold. "Die Friedrichstraße hat eigentlich alles, was die Aufenthaltsqualität in einem urbanen Umfeld ausmacht, wenn, ja wenn nicht die hohe Frequenz des Durchgangsverkehrs – zum großen Teil Parksuchverkehre – das Ambiente völlig überlagern würde", führen die GRÜNEN aus. "Und mehr Poller braucht unsere Stadt ja nun weiß Gott nicht", wird die CDU-Forderung nach weiteren dieser Pfosten kommentiert. Es sei zudem völlig naiv anzunehmen, dass die Menschen, die dort eine Praxis oder einen Laden aufsuchten, dort auch einen Parkplatz fänden.

"Aber der motorisierte Teil der KundInnen fährt erstmal durch." Durch die kurzen Wege zu den Tiefgaragen "Stadtschloss" und "Zentrum", auch das Parkhaus Altstadt sei nicht weit, sei auch eine ‚Fußgängerzone Friedrichstraße’ für AutofahrerInnen hervorragend zu erreichen. "Wer die kurze Entfernung zwischen Stadtschloss und Friedrichstraße als nicht zumutbaren Weg einstuft, muss dann aber konsequenterweise fordern, dass die Friedrichstraße von einigen Buslinien angefahren wird, denn der ZOB Stadtschloss ist genauso weit von der Friedrichstraße entfernt, wie die darunterliegende Garage", erläutert Riebold. Besonders ältere und behinderte Menschen seien häufig auf den Bus angewiesen. "Zudem steht auch der nahe Bonifatiusplatz als Parkfläche zur Verfügung – der ja leider nur als Kulisse für seichte Fernsehproduktionen seine Aufenthaltsqualität beweisen darf."

Auch in Hinblick des Neubaus "Einkaufszentrum Löhertor" "müssen Friedrichstraße und Löherstraße mit hoher Aufenthaltsqualität punkten können – sonst wird die Zukunft der Kernstadt eher düster aussehen", mahnt GRÜNEN-Fraktionschef Ernst Sporer. "Die umsatzstärksten Innenstadtlagen sind in der Regel Fußgängerzonen und nicht autogerechte Verkehrswege", begründet er. "Jeder Euro, der für die erbärmliche Poller-Blumenkübel-Planung der CDU ausgegeben wird, ist bloße Geldverschwendung.

Abschließend bedauern die GRÜNEN, dass die CDU "nicht doch noch unseren Kompromissvorschlag aufgegriffen hat, das Parken in der Friedrichstraße im Rahmen eines Verkehrsversuchs einige Monate ganz zu untersagen."

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