Alte Brunnen neu entdecken

Fulda. Die Volkshochschule der Stadt Fulda nimmt sich bei ihrer Reihe vhs im Museum" immer einem interessanten Aspekt der Stadtgeschichte

Fulda.Die Volkshochschule der Stadt Fulda nimmt sich bei ihrer Reihe vhs im Museum" immer einem interessanten Aspekt der Stadtgeschichte an. Zum ersten Mal wurden nun die Brunnen in Fulda thematisiert. Die Wasserversorgung war das A und O bei der Stadtgrndung", klrte Dr. Udo Lange, der die Veranstaltung zusammen mit Kulturamtsleiter Dr. Werner Kirchhoff durchfhrte, die 20 Teilnehmer auf. In Fulda gibt es heute etwa 40 Brunnen, fr deren Pflege und Instandhaltung die Stadt jedes Jahr circa 60.000Euro ausgibt.

Die Brunnenmeister

Die ffentlichen und privaten Brunnenanlagen sind ber die ganze Stadt und ihre Stadtteile verteilt, da das Bach- und Kanalwasser schon bald nach der Stadtgrndung nicht mehr ausreichte. Als die Wasserversorgung noch ber die Brunnen der Stadt sichergestellt wurde, setzte die Stadt so genannte Brunnenmeister ein, die fr die Pflege und Sauberkeit der Brunnen verantwortlich waren. Sie richteten auch einmal im Jahr ein Fest, die Brunnenzeche, aus. Der Verein Florengssner Brunnenzeche e.V. Fulda" knpft noch heute an diese Zeit an. Ab der zweiten Hlfte des 19. Jahrhunderts sind die meisten Brunnen abgebaut und zugedeckt worden, da sie mit der Einfhrung der zentralen Wasserversorgung ihre Funktion verloren hatten.

Die ltesten Brunnen Fuldas

Anhand einer Katasterkarte aus dem Jahre 1727, auf der allerdings nur die damaligen ffentlichen Brunnen erfasst sind, gaben die Referenten einen berblick ber die alten Brunnen in Fulda. Allerdings sei sicherlich eine Vielzahl von Brunnen privat gegraben und nie dokumentiert worden, betonte Dr. Lange. Der Kronhofbrunnen am Kronhof, der ungefhr in der Zeit um 750 errichtet und 1952 neu gefasst wurde, ist der lteste Brunnen in Fulda. Die Teilnehmer erfuhren zudem, dass der Gartenbrunnen in der Strae Am Gartenbrunnen parallel zur Langebrckenstrae bereits 1461 erwhnt worden ist. Der Brunnen luft heute nicht mehr und ist aus dem Bewusstsein der ffentlichkeit verschwunden, wie Dr. Lange darlegte und betonte, dass viele Brger sogar nach dem Krieg aufgrund der hervorragenden Wasserqualitt noch ihr Kaffeewasser von dort geholt haben".

Zisternen im Museumshof

Auf dem Gelnde des Museums sind zum Beispiel vier Brunnen gewesen. Als Besonderheit dieses Standorts fhrte Dr. Kirchhoff die vier Regenwasserzisternen unter dem Hof an, deren Verlauf heute noch durch eine Steinmarkierung im Boden verzeichnet ist und der den Teilnehmern auch vor Ort gezeigt wurde. Diese Wasserreserve sei hier angelegt worden, da man aufgrund des Abfangens des Dachwassers ein groes Gebude bentigte und aufgrund des Gelndeabfalls eine Verteilung des Wassers mglich gewesen sei, so der Kulturamtsleiter. Die Zisternen sehen aus wie groe Gewlbekeller mit Zu- oder Ablufen am Rand und drften etwa 200 Kubikmeter Wasser umfasst haben", erklrte Dr. Kirchhoff. Praktisch sei dieser Standort sicherlich auch fr den Pferdestall des Ppstlichen Seminars direkt nebenan gewesen, da man somit direkten Zugriff auf das Wasser fr die Tiere gehabt habe.

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