Alternativen für Ostern: Schwierige Situation auch im „Landhaus Kehl“

Benjamin Kehl links) – hier mit Vater Dieter – vom „Landhaus Kehl“ in Lahrbach blickt mit gemischten Gefühlen auf die bevorstehenden Ostertage und die Gesamtsituation von Gastronomie und Hotellerie in der Coronakrise.
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Benjamin Kehl links) – hier mit Vater Dieter – vom „Landhaus Kehl“ in Lahrbach blickt mit gemischten Gefühlen auf die bevorstehenden Ostertage und die Gesamtsituation von Gastronomie und Hotellerie in der Coronakrise.

Wie sieht Benjamin Kehl, Chef des gleichnamigen Landhauses in Lahrbach, die aktuelle Situation?

Tann. Die Gastronomenfamilie Kehl vom „Landhaus Kehl“ in Lahrbach mussten vor rund sieben Monaten schließen. Jetzt steht bald Ostern an, traditionell ein Fest, bei dem Familien gemeinsam Essengehen. Doch die Coronasituation ist für die Gastwirte nicht planbar. „Fulda aktuell“ sprach mit Inhaber Benjamin Kehl.

„Wir wissen zum aktuellen Zeitpunkt nicht, ob wir an Ostern öffnen dürfen“, so der Juniorchef. „Es stehen zurzeit noch einige Reservierungen von Stammkunden an, die wir – so hoffen wir – an Ostern wieder als Gäste empfangen dürfen. Es werden aber von Tag zu Tag und von Meldung zu Meldung weniger“, so Kehl.

Im „Landhaus Kehl“ wurden bereits frühzeitig Maßnahmen für die Sicherheit der Gäste eingerichtet. „Alles was nötig und unter wirtschaftlichen Aspekten möglich ist, haben wir in punkto Hygiene und Sicherheit getan.“

Sollten die Corona-Maßnahmen eine Öffnung auch an Ostern nicht zulassen, bieten die Kehls Alternativen. „Wie auch in den vergangenen Wochen und Monaten werden wir unseren Gästen tolle Gerichte, to go‘ anbieten. Zudem wird es an Ostern wieder unsere besonderen Menüboxen geben. Das heißt wir bereiten alles fix und fertig vor und man muss es sich nur noch zu Hause warm machen. Alles unter dem Rhöner Motto ,Ebbes für Dehai‘“, sagt Kehl.

„Ein paar Worte reichen eigentlich nicht aus, um unsere derzeitige Situation zu beschreiben. Seit sieben Monaten ist unser Betrieb nun schon geschlossen. Da kann man sich denken, dass die aktuelle Situation mehr als unbefriedigend ist. Als Jungunternehmer – und da mache ich mir nichts vor –, wäre es ohne den Rückhalt meiner Frau und meiner Familie, insbesondere meiner Eltern, die mir einen gesunden Betrieb übergeben haben, nicht möglich, nach einer so langen Zeit den Betrieb aufrecht zu erhalten“, so der Inhaber.

„Trotzdem versuchen wir positiv in die Zukunft zu blicken. Wir investieren in unseren Betrieb. Aktuell erneuern wir 15 Hotelzimmer. Wir wollen unser Haus für die kommenden Aufgaben gut aufstellen. Wir brauchen aber Perspektiven und umsetzbare Rahmenbedingungen. Wir sind, und da spreche ich sicher für unsere Branche, in Sachen Hygiene sehr gut aufgestellt und haben nachhaltige Konzepte. Daher die Bitte, uns einfach unseren Job machen zu lassen, den wir alle mit viel Leidenschaft und Engagement nachgehen“, bekräftigt Benjamin Kehl.

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