Blindgänger unter Blättern: Am Rauschenberg wird nach Bombenresten gesucht

Am Rauschenberg wird derzeit nach Bomben und Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht.
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Am Rauschenberg wird derzeit nach Bomben und Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht.

Mit Metalldetektoren, Schaufel und Bagger sind Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes seit Jahresbeginn auf dem Rauschenberg auf der Suche nach gefährlichen Überresten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Petersberg. Niemand möchte 76 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg von einer Bombe verletzt werden. Doch die Möglichkeit dazu besteht am Rauschenberg. Im Jahr 2017 sind dort per Zufall erste Munitionsreste gefunden worden. „Wir haben umgehend einige Wege gesperrt“, sagt Sebastian Kircher, Pressesprecher der Gemeinde. Derzeit sei es nur erlaubt, auf den asphaltierten Wegen auf und um den Berg unterwegs zu sein.

Die Sperrungen gefallen den Bürgerinnen und Bürgern, die den Rauschenberg gerne als Naherholungsgebiet nutzen, laut Kircher nicht. „Der Gemeinde auch nicht“, fügt er hinzu. Hinzu käme, dass ein großer Teil der Buchen am Rauschenberg von einer Krankheit befallen sei. Diese könnten umstürzen und Spaziergänger gefährden.

Bisher ist seit dem Zweiten Weltkrieg niemand am Rauschenberg durch Munitions- oder Bombenreste zu Schaden gekommen. Dennoch besteht die Gefahr, dass dies noch immer passieren könne. Jugendliche hatten sich vor einigen Jahren eine Art Rennstrecke für ihre BMX-Räder gebaut. „Man kann froh sein, dass da nichts passiert ist“, so Lars Scheer vom Bauamt der Gemeinde Petersberg.

Die Firma „Tauber“ aus Nürnberg ist als Spezialist für Kampfmittelräumung seit Januar 2021 damit beschäftigt, den kompletten Rauschenberg nach Resten aus dem Zweiten Weltkrieg zu durchsuchen. Unter anderem mit Metalldetektoren und sogenannten Großschleifen durchkämmen sie jeden Quadratzentimeter des insgesamt 27 Hektar großen Gebiets.

„Auf dem Rauschenberg sind etwa 120 Bombentrichter zu sehen“, erklärt Lutz Fritsche vom Ingenieurbüro „IBH Weimar“, das auf militärische Altlasten und Kampfmittelräumung spezialisiert ist. Wenn man davon ausginge, dass etwa 18 bis 20 Prozent davon Blindgänger sind, dann könnte hier noch einiges im Boden herumliegen“, so Fritsche.

Für den vulkanischen Untergrund sei eine Methode entwickelt worden, wie die Suche am besten organisiert werden könne. Dabei habe sich auch herausgestellt, dass am Rauschenberg auch Bodenkämpfe stattgefunden haben müssen. „Wir haben bisher insgesamt zwei Tonnen Munition, 500 Stabbrandbomben, Mörsermunition, Reste von amerikanischen Granaten und mehr gefunden“, sagt Jens Gebhardt, der Räumstellenleiter von „Tauber“.

Und es sei auch viel Müll von Zivilpersonen aufgetaucht. „Nach dem Krieg wurden die Bombenkrater von den Anwohnern als Müllkippen benutzt“, so Gebhardt. Man sei mit bis zu 25 Personen am Rauschenberg im Einsatz gewesen. Ein zusätzliches Problem seien die Zecken. „Hier ist Borreliosegebiet. Einen Fall hatten wir bereits in der Belegschaft“, erzählt Gebhardt.

Bis Mitte November soll die Kampfmittelräumung laut Kircher fertig sein. Dann würden die Gemeinde sich den kranken Bäumen widmen und er gehe davon aus, dass im Laufe des Jahre 2022 wieder Wege um und auf dem Rauschenberg für die Bürger freigegeben werden könnten.

Rubriklistenbild: © Göbel

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