Dank an Schwenk: Dem Hünfelder Bürgermeisteramt Würde gegeben 

Bild aus der Wahlnacht: Hünfelds neuer Bürgermeister Benjamin Tschesnok, sein Amtsvorgänger Stefan Schwenk, Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, Poppenhausens Bürgermeister Manfred Helfrich (verdeckt), Landrat Bernd Woide  und Constanze Tschesnok (von links) 

Vor dem Hintergrund der Coronakrise: Stadtverordnetenversammlung Hünfeld mit Verabschiedung Schwenk und Amtseinführung Tschesnok

Hünfeld - Am 1. April nimmt Benjamin Tschesnok offiziell seine Amtsgeschäfte als Hünfelder Bürgermeister auf. Am 31. März endet damit die sechsjährige Amtszeit von Stefan Schwenk, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert hatte. Wegen der  gegenwärtigen Coronakrise fand am Mittwochabend in der "Stadthalle Kolpinghaus" die  rechtlich im Rahmen einer Stadtverordnetenversammlung vorgeschriebene Amtseinführung des neuen Hünfelder Verwaltungschefs und die Verabschiedung des bisherigen Amtsinhabers  unter besonderen Bedingungen statt: Es gab keine Feier, sondern lediglich die Sitzung der Beschlusskörperschaft.

Schwenk - der vor Kurzem in einem großen Interview mit "Fulda aktuell" Bilanz gezogen hatte - sprach von einem " bewegenden Moment für mich, heute meinen Abschied aus der Verantwortung als Bürgermeister unserer schönen Stadt zu nehmen". Gerne hätte er bei seinem Abschied auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihn sechs Jahre lang loyal begleitet hatten, dabeigehabt. Aber die derzeitige äußerst angespannte Situation in unserem Land lasse eine Verabschiedung c wie von ihm gewünscht – nicht zu.

Schwenk: "Ich war stolz, dass ich sechs Jahre lang hier Verantwortung tragen durfte. Und ich werde, soweit ich gefragt sein sollte, auch weiter für ehrenamtliche Aufgaben zur Verfügung stehen. Natürlich derzeit nicht in einem politischen Mandat der Stadtverordnetenversammlung, gerne aber mit einer politischen, kulturellen oder sozialen Aufgabe, in der ich Hünfeld, der Region und den Menschen unserer Stadt weiter nützlich sein kann. Das entspricht meinem Selbstverständnis".

Die Gesellschaft habe ihm und seiner Familie viel gegeben, und es gehöre für ihn dazu, bereit zu sein, auch einiges davon zurückzugeben. Mitverantwortung für ein gutes gesellschaftliches Miteinander trage jeder, jeder nach seinem Können und Vermögen, jeder nach seinen Möglichkeiten.  

Es habe nicht seiner Lebensplanung entsprochen, schon nach sechs Jahren als Bürgermeister aus dem Amt auszuscheiden. "Aber ich weiß alle Projekte, die noch erfolgreich zum Abschluss gebracht werden müssen, in guten Händen. Ich weiß, lieber Benjamin, dass Du mit großer Leidenschaft, mit Tatendrang, mit Klugheit und einem guten Gespür für die Menschen Deiner Heimatstadt diese Projekte vollenden und gleichzeitig auch neue Akzente setzen wirst".

Tschesnok zufolge "ist heute sicher nicht der Tag, um über meine Ziele, Vorhaben und Visionen für Hünfeld zu sprechen. Wir müssen uns zuerst um das Naheliegende kümmern, um unsere Stadt und ihre Bürger so gut es geht und soweit es in unseren Möglichkeiten steht, durch diese Krise zu bringen. Das sind wir allein schon den Menschen schuldig, die Tag für Tag im wahrsten Wortsinn den Kopf dafür hinhalten, dass wir gut durch diese Krise kommen". Er denke da an das medizinische Personal, die Verkäuferin an der Kasse, aber auch viele andere Bereiche, wo Menschen dafür sorgen, dass der Laden weiterläuft.

Tschesnok weiter: "Es tut mir in der Seele weh, dass wir keine Möglichkeit haben, heute in einem würdigen Rahmen Stefan Schwenk unsere gebührende Anerkennung für die hervorragende Arbeit in den zurückliegenden sechs Jahren auszusprechen. Du hättest es mehr als verdient. Ich bin Dir unendlich dankbar für deine Arbeit, aber auch dafür, wie du mir in den letzten Wochen Gelegenheit gegeben hast, mich auf meine neue Aufgabe vorzubereiten. Danke dafür Stefan. Danke für alles, was du geleistet hast, und vor allem Danke dafür, wie du dein Amt ausgefüllt hast. Du hast Dir den Respekt und die Wertschätzung unserer Bürgerschaft redlich verdient".

Dankesworte kamen auch vom Ersten Stadtrat Stefan Schubert sowie von den Fraktionsvorsitzenden. Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell hatte eingangs betont, an diesem Abend bleibe nur noch "von ganzem Herzen Danke zu sagen. Danke für die außerordentliche Leistung Stefan Schwenks, danke für den fairen, kooperativen Umgang und die Weitsicht. Du hast dieses Amt nicht nur hervorragend ausgefüllt, Du hast ihm Würde gegeben und Ehre erwiesen. Diese sechs Jahre werden ihren Platz in der Stadtgeschichte haben. Danke für diese Zeit und eine glückliche Zukunft für Zeit nach dem Bürgermeisteramt!"

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