Angeblich Kinderfänger in Osthessen: Polizei warnt vor Panikmache

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Die Polizei in Osthessen warnt vor Panikmache wegen angeblicher Kinderfänger an Schulen. Verbreitung über Facebook und Whatsapp.

Fulda. In den vergangenen Wochen kam über Facebook und Whatsapp das Gerücht auf, dass im Bereich Eiterfeld (Arzell) und Fulda (Neuenberg) ein weißer Kastenwagen mit Offenbacher Kennzeichen unterwegs sein soll, aus dem heraus Kinder an Schulen angesprochen werden würden, dass sie einsteigen sollten.

Besorgte Eltern hatten dieses verdächtige Verhalten der Polizei gemeldet. "Wir gehen solchen Hinweisen immer sofort und ganz akribisch nach Aber wir haben bislang nur mit Eltern und Schülern gesprochen, die diese Informationen ,vom Hören-Sagen' erlangt haben. Direkt ,Betroffene' haben sich nicht bei uns gemeldet", erklärte Martin Schäfer, Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen.

Verständlicherweise bekommen Eltern Angst um ihre Kinder, wenn sie von verdächtigen Fahrzeugen hören, aus denen fremde Männer die Kinder zum Einsteigen auffordern. Umso schlimmer ist die Panik, wenn ein unaufgeklärter Sachverhalt die Runde macht. So dürfte hinter der aktuellen Hinweisserie eine Meldung stehen, die sich im Schneeballsystem über das soziale Netzwerk Facebook sowie über den Messenger Whatsapp verbreitete.Verfolgt man diese zigfach "geteilte" Nachricht, taucht der dubiose weiße Kleintransporter plötzlich überall im Bundesgebiet und sogar in den Nachbarstaaten auf. Und das nahezu zeitgleich.

Die Polizei hat eine Bitte an die sozialen Netzwerknutzer:

Gerade in diesen Fällen, wenn es wie hier um sensible Themen wie das Wohlverhalten von Kindern geht, sollte man sehr verantwortungsvoll handeln. Auch vor der vorschnellen Herstellung von Zusammenhängen warnt die Polizei. Insbesondere sollten bundesweit bestehende Informationen zu ähnlichen Fällen nicht ungeprüft weitergeleitet werden. Damit werden Zusammenhänge hergestellt, die wiederum zu Gerüchten führen und besorgte Eltern verunsichern.Trotzdem aber ist es wichtig und richtig, Kinder im Umgang mit Fremden zu sensibilisieren und auch verdächtige Wahrnehmungen der Polizei umgehend mitzuteilen.

Deshalb nochmals die Bitte der Polizei: Keine unnötige Panikmache über Facebook, melden Sie verdächtige Vorfälle an eine Polizeidienststelle.

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