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Anselm Grün zu Gast im Josefsgarten

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Fulda. Gelungene Premiere fr einen nicht alltglichen Veranstaltungsort: Die restaurierte ehemalige Kapelle im Fuldaer Josefsgarten (Von-Sc

Fulda. Gelungene Premiere fr einen nicht alltglichen Veranstaltungsort: Die restaurierte ehemalige Kapelle im Fuldaer Josefsgarten (Von-Schildeck-Strae) soll fr Kultur und Begegnung genutzt werden. Zum Auftakt referierte Pater Anselm Grn vor leitenden Mitarbeitern der Unternehmensgruppe Mediana/Seniana und Gsten zum Thema Menschen fhren, Unternehmen fhren Sinn-volles Handeln in Zeiten der konomisierung sozialer Dienste.

Unter anderem erklrte der bekannte religise Autor und wirtschaftliche Leiter der Abtei Mnsterschwarzach, es gehre dazu, dass Firmen Gewinne erzielten und dies nicht aus dem Auge verlren. Wenn aber der Geldwert absolut gesetzt wird, dann erlebt der Mensch seine Entwertung, betonte Pater Anselm. Dies habe ein krankmachendes sozial-konomisches Klima zur Folge, das sich generell negativ auswirken werde. Grundstzlich warnte der Ordensmann vor einem Fhrungsstil, mit dem der Chef die Mitarbeiter klein mache, um an seine eigene Gre glauben zu knnen. Dabei gelte auch: Von klein gemachten Menschen sind keine groen Leistungen zu erwarten. Leider degradiere mancher Vorgesetzte die Beschftigten seiner Abteilung zu Bewunderungszwergen, und zwar oft aus Angst, dass sie ihm sonst etwas vom Beliebtheitskuchen wegessen.

Mit Bezug auf die Hilfe Jesu fr eine gekrmmte Frau sagte der Benediktiner, es komme darauf an, ob andere in meiner Nhe aufrecht sein knnen. Diese Frage stelle sich auch bei der Pflege und Betreuung von Senioren. Sie mssten dabei immer spren knnen, dass man ihre Wrde achte und sie nicht wie ein zu behandelndes Objekt anspreche.

Generell solle man sich in verantwortungsvollen Positionen das Ziel setzen, mit Einfhlungsvermgen und Fantasie in Menschen Leben hervorzulocken. Dies bedeute zum Beispiel, sich fr die kleinen und groen Lebenstrume der einzelnen zu interessieren und nach Mglichkeit deren Verwirklichung zu frdern. Jeder knne ein Stck Gesellschaft mitgestalten, eine Kultur des Miteinanders um sich herum aufbauen. Dabei sei wichtig, kalte Business-Formulierungen zu vermeiden zugunsten einer warmen Sprache, die aus dem Herzen kommt. Viel hnge auch davon ab, mit guten inneren Bildern (wie dem vom Team) an das Zusammenwirken mit anderen zu gehen, so der Ordensmann.

Fr seine Ausfhrungen erhielt er lang anhaltenden Beifall. Der neue Mediana-Geschftsfhrer Hans-Karl Diederich dankte dem Referenten auch im Namen der Gesellschafterfamilie, reprsentiert durch Willi, Irmgard und Markus Kropp, sowie des Prokuristen Markus Jetzinger. Pater Anselm Grn habe hoch interessante Impulse fr die Arbeit in der Unternehmensgruppe gegeben und beim Publikum ganz offensichtlich den Nerv getroffen, hob Diederich hervor. Sie machen uns damit Mut fr die Zukunft, sagte er an die Adresse des Referenten, dem Irmgard Kropp einen Fulda-Bildband berreichte.

Zu Beginn hatte Michael Bernhard, Leiter der Mediana Akademie, in die Thematik eingefhrt. Gerade in Zeiten zunehmender konomisierung sei es fr ein sozial ttiges Unternehmen wie Mediana/Seniana wichtig, sein Wertesystem zu betonen, das den Menschen in den Vordergrund stelle.

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