Antike Funde: Archäologie trifft Hochtechnologie

Pressegespräch zu archäologischen Untersuchungen bei der "JUMO".
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Pressegespräch zu archäologischen Untersuchungen bei der "JUMO".

Bei der "JUMO" in Fulda werden archäologische Fundstücke mit hochmodernem Röntgengerät und Rasterelektronenmikroskop untersucht.

Fulda - Archäologie und Hochtechnologie haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Inwiefern sich diese beiden Fachgebiete ergänzen, zeigten der Kreisarchäologe Dr. Frank Verse und der Geschäftsführende Gesellschafter der „JUMO“, Michael Juchheim, in einem Pressegespräch. Bei der „JUMO“ werden nämlich archäologische Fundstücke mit modernster Technik durchleuchtet und gescannt, um für die Archäologie wichtige Erkenntnisse wie beispielsweise die Materialzusammensetzung zu erlangen.

„Die Untersuchung archäologischer Fundstücke gehört nicht zum Kerngeschäft unserer Unternehmensgruppe“, sagte Juchheim. Verse sei im Jahr 2013 auf ihn zugekommen, ob es denn nicht vor Ort möglich sei, Fundstücke zu überprüfen. „Wir waren vom Thema begeistert und haben uns schnell entschlossen, diese Aktion langfristig im Rahmen eines Sponsorings zu fördern“, so Juchheim. Bis zu vier Objekte pro Jahr kann Verse bei der „JUMO“ metallurgisch kostenfrei prüfen lassen. Jede Prüfung hat einen Gegenwert „im unteren vierstelligen Bereich“, sagte „JUMO“-Pressesprecher Michael Brosig.

Kürzlich wurde ein Bernsteinschieber, der aus einem rund 3.500 Jahren alten Schmuckstück stammt, in der Röntgenanlage durchleuchtet. Dafür verantwortlich war Bettina Heß aus der Abteilung Werkstoffprüfung. „Der Bernsteinschieber aus der Bronzezeit ist kompliziert durchbohrt, mit mehreren senkrechten Bohrlöchern und v-förmigen Kanälen“, erläuterte sie. Durch das Röntgen sei es möglich, ins Innere der Fundstücke zu schauen. „Ansonsten müsste man es kaputtmachen.“

Bronzefunde werden bei der „JUMO“ mit dem Rasterelektronenmikroskop unter der Aufsicht von Vanessa Vonderau gescannt. Eine Bronzefibel (6. Jahrhundert vor Christus), ein Armreif (4. Jahrhundert vor Christus) und der Teil eines Gürtelrings, der etwa 2.000 Jahre alt ist, wurden jetzt gescannt. „Wir konnten feststellen, dass das Verhältnis von Kupfer und Zinn in den an der Milseburg gefundenen Stücke schwankte“, so Vonderau.

Dies ist laut Verse ein Zeichen dafür, dass sich im Laufe der Jahrhunderte die Mode änderte, denn mehr Kupfer macht die Bronze rötlich, mehr Zink lässt den goldgelben Farbton vorstechen. „Das gibt uns Erkenntnisse darüber, ob die keltischen Stücke an der Milseburg gefertigt oder eingekauft wurden“, so der Kreisarchäologe. An der Milseburg sei aufgrund der dort gemachten keltischen Funde viel handwerkliche Arbeit verrichtet worden. Verse gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass die „JUMO“ diese archäologischen Untersuchungen ermögliche, die normalerweise sehr kosten- und zeitaufwändig seien.

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