Apfel und Birne kontra Kiwi und Ananas

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Fulda. Regionalität steht bei Lebensmitteln hoch im Kurs - sagten Experten auf der Messe "Intergast" in Fulda.

Fulda. Innovationen in der Lebensmittelbranche – was anlässlich der diesjährigen GV & Gast der Wehner Groma vorgestellt wurde, zeigt wirtschaftliche Trends auf. Über aktuelle Entwicklungen hatten rund 600 Fachleute im Zuge der Gastronomiemesse und des Intergast-Forums diskutiert. Groma-Geschäftsführer Hermann Schneider sowie Jörg Birringer, Geschäftsführer der Intergast, erläutern, warum regionale Lebensmittel weiterhin "heiß begehrt" sind.

"Apfel und Birne kontra Kiwi und Ananas – wie entscheiden die Kunden?

Hermann Schneider: Die Entwicklung des Umsatzes regionaler Produkte ist durchaus positiv zu bewerten. Als Lebensmittelgroßhändler beobachten wir den Markt intensiv und legen großen Wert darauf, dass alle lebensmittelrechtlichen Forderungen eingehalten werden, um höchste Qualität bieten zu können.Jörg Birringer: Nach wie vor sind exotische Fisch- und Fleischsorten sehr interessant, auch regionale Produkte sind gefragt, Tendenz steigend. Nachhaltigkeit und Saisonalität spielen eine wichtige Rolle.

Welche Trends zeichnen sich ab?

Hermann Schneider: Neben qualitativ hochwertigen Produkten, legen Kunden ebenso immer mehr Wert auf entsprechende Nährwerte. Ein starker Trend zeichnet sich bei vegetarischen und veganen sowie bei laktose- und glutenfreien Produkten ab.Jörg Birringer: Leider tendieren Kunden oftmals zu sehr günstigen Waren, die in großen Mengen eingekauft werden. Aber es wird auch mehr Geld ausgegeben – vorausgesetzt, die Qualität stimmt. Eine Tendenz, wohin sich Konsumeigenschaften entwickeln, ist allerdings noch nicht absehbar.

Mittelständische Gastronomiebetriebe schließen, Franchiseunternehmen rücken nach. Was bedeutet das für den Lebensmittelmarkt?

Hermann Schneider: Der Trend zum "Fastfood" ist ungebrochen. Viele regionale Betriebe haben einen eigenen Weg gefunden und bieten auf einem sehr hohen Niveau ihre Produkte Preis-Leistungsgerecht an.Jörg Birringer: Der Anteil systemgastronomischer Betriebe nimmt stetig zu. Gerade bei jungen Leuten hat die Erlebnisgastronomie einen hohen Stellenwert. Regionalen Betrieben bleibt dann nichts anderes übrig, als interessante Angebote zu offerieren. Junge Ideen stehen hoch im Kurs.

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