Appell des Klinikum-Vorstandes Dr. Menzel: Impfen schützt sich selbst und andere

Klinikum-Vorstand Dr. med. Thomas Menzel nahm sich am Donnerstagvormittag lange Zeit für ein ausführliches Gespräch mit „Fulda aktuell“-Verlagsleiter Michael Schwabe, Redaktionsleiter Bertram Lenz und Volontärin Martina Lewinski.
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Klinikum-Vorstand Dr. med. Thomas Menzel nahm sich am Donnerstagvormittag lange Zeit für ein ausführliches Gespräch mit „Fulda aktuell“-Verlagsleiter Michael Schwabe, Redaktionsleiter Bertram Lenz und Volontärin Martina Lewinski.
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Barbara Froese, am Klinikum verantwortlich für die Unternehmenskommunikation und das Marketing.
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Barbara Froese, am Klinikum verantwortlich für die Unternehmenskommunikation und das Marketing.
Klinikum-Vorstand Dr. med. Thomas Menzel nahm sich am Donnerstagvormittag lange Zeit für ein ausführliches Gespräch mit „Fulda aktuell“-Verlagsleiter Michael Schwabe, Redaktionsleiter Bertram Lenz und Volontärin Martina Lewinski.
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Klinikum-Vorstand Dr. med. Thomas Menzel nahm sich am Donnerstagvormittag lange Zeit für ein ausführliches Gespräch mit „Fulda aktuell“-Verlagsleiter Michael Schwabe, Redaktionsleiter Bertram Lenz und Volontärin Martina Lewinski.
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Klinikum-Vorstand Dr. med. Thomas Menzel nahm sich am Donnerstagvormittag lange Zeit für ein ausführliches Gespräch mit „Fulda aktuell“-Verlagsleiter Michael Schwabe, Redaktionsleiter Bertram Lenz und Volontärin Martina Lewinski.

FULDA AKTUELL im Gespräch mit Klinikum-Vorstand Dr. med. Thomas Menzel über die vierte Welle und das Impfen.

Fulda. Seit zehn Jahren ist Privatdozent Dr. med. Thomas P. Menzel hauptamtlicher Sprecher des Vorstands der „Klinikum Fulda gAG“. Dort trägt er die Verantwortung für die Krankenversorgung und lenkt damit – gemeinsam mit dem kaufmännischen Vorstand Burkhard Bingel – die Geschicke des Maximalversorgers mit über 1.000 Betten sowie 3.200 Mitarbeitern. Der 58-jährige Krankenhausma-nager ist habilitierter Mediziner und Facharzt für Innere Medizin – Kenntnisse, die ihm wunderbar zu Gute kommen. Menzel war zum 1. Mai 2011 von Schweinfurt nach Fulda gewechselt.

Für „Fulda aktuell“ nahm er sich am Donnerstagmorgen ausgiebig Zeit, um über die Corona-Pandemie mit all ihren Begleiterscheinungen zu sprechen.

Um mit der aktuellen Lage zu beginnen: „Nicht zuletzt wegen der Ausbreitung der so genannten Delta-Variante baut sich bei uns gerade die vierte Pandemie-Welle auf. Diese wird jedoch anders ausgehen als die ersten drei, was unter anderem an der hohen Impfquote bei älteren Menschen liegt, die das höchste Risiko für eine schwere COVID-Erkrankung haben. Die Hospitalisierungsquote wird dann auch nicht mehr zehn Prozent, sondern zwischen ein und zwei Prozent liegen“.

Bezugnehmend auf die Tatsache, dass auch im Fuldaer Impfzentrum, untergebracht im „Esperanto“, gegenwärtig mehr Impfstoff vorhanden ist als es Impfwillige gibt, sein Appell: „Wir haben lange genug unter der Pandemie gelitten. Der einzige Ausweg, die Pandemie hinter uns zu lassen, ist das Impfen“. Den Menschen müsse auf rationaler und emotionaler Ebene nahegebracht werden, „dass sie damit sich selbst und auch der Gesellschaft etwas Gutes tun“. Dabei dürfe man freilich nicht unterschlagen, dass das Impfen vereinzelt Nebenwirkungen hervorrufen könne. Es gelte, Überzeugungsarbeit zu leisten, „denn Angst ist leider stärker als die Vernunft“. Um es auf einen Nenner zu bringen: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei, auch weil sich das Virus permanent verändert. Die Delta-Variante hat alle anderen verdrängt und ist um einiges ansteckender. Das Virus wird nicht verschwinden, aber eine vollständige Impfung reicht aus, um sich zu schützen und – selbst wenn es danach zu einer Infektion kommen sollte – um schwere Verläufe zu verhindern“.

Zugleich appelliert Menzel daran, sich im Herbst gegen Grippe impfen zu lassen, denn dass es gegenwärtig kaum Fälle der typischen Erkältungs- oder Magen-/Darm-Erkrankungen gegeben habe, liege auch daran „dass wir uns bezüglich Hygiene in den vergangenen eineinhalb Jahren aufmerksam verhalten haben“. Unter anderem durch regelmäßiges Hände waschen und die Masken und Abstandregeln.

Zurück zu Corona und zum Impfen: Die „Impfzentrum Fulda GmbH“ ist eine Betreibergesellschaft der „Klinikum Fulda gAG“, der „DRK“-Kreisverbände Fulda und Hünfeld und der „Gesundheitsnetz Osthessen eG“ und unterstützt den Landkreis Fulda. „Wir handeln auch aus Verantwortung für die Menschen in unser Region“, so Menzel, der davon spricht, dass es bislang in den Räumlichkeiten des „Esperanto“ zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen sei.

Was beispielsweise die Entwicklung des Impfstoffes von „Biontech/Pfizer“ angeht, so basiere dieser eigentlich auf einem Ansatz aus der Krebsbehandlung. Die Wissenschaftler seien für ihren Erfolg dafür belohnt worden, dass sie ein hohes Risiko eingegangen seien – „gepaart mit Expertise, Ehrgeiz, Engagement und Geld!“ Dass es mit dem Impfstoff so schnell geklappt habe, sei „wirklich sensationell“. Was die Impfbereitschaft der Mitarbeiter des „Klinikum Fulda“ betrifft, so schätzt Menzel, dass die Impfquote hier bei 80 bis 90 Prozent liegt. Dies dürfte auch in anderen Kliniken der Fall sein, wohingegen die Zahl in Alten- und Pflegeheim wohl teilweise niedriger anzusetzen sei.

Wie alles begann

„Am Klinikum haben wir uns recht früh mit der Pandemie beschäftigt, nachdem uns die ersten Meldungen aus China erreicht hatten und noch nicht klar war, ob es sich um einen regional begrenzten Ausbruch handeln würde“. Als „sehr wichtigen Schnitt“ nennt der Vorstandssprecher des Klinikums den vom Virologen Christian Drosten entwickelten PCR-Test. Auch nach dem so genannten „Webasto-Cluster“ in Oberbayern habe man noch nicht richtig abschätzen können, wie groß die Dimension werden könnte, erst nach den Vorfällen in Heinsberg „ist uns bewusst geworden, dass die Pandemie auch in Deutschland angekommen ist. Dann sei im Klinikum auf zwei Ebenen gehandelt worden: auf der des Managements und auf der der Medizin. Menzel: „Wir haben ein Kern-Team,Covid‘ mit 10 bis 12 Mitgliedern aufgestellt, das sich in Spitzenzeiten der Virusausbreitung fast täglich getroffen hat. Im Kernteam wurden alle relevanten Entscheidungen durchaus kontrovers diskutiert und dann im Konsens getroffen. Alle Mitarbeiter im Klinikum haben in dieser Pandemie Herausragendes geleistet“.

Von Vertrauen geprägt

Sehr sinnvoll sei die Initiative des Landes Hessen gewesen, den Planungsstab „Stationäre Versorgung von COVID-19-Patientinnen und Patienten“ einzusetzen. In den sechs hessischen Versorgungsgebieten seien koordinierende Krankenhäuser benannt worden, wobei das „Klinikum Fulda“ verantwortlich gewesen sei für die Krankenhäuser in den Kreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg. Der genannte Planungsstab habe gemeinsam eine funktionierende Versorgungsstruktur entwickelt, die Krankenhäuser unterstützen und beraten sollen. Die Leitung hat der Ärztliche Direktor des „Frankfurter Universitätsklinikums“, Professor Dr. Jürgen Graf, übernommen.

Menzel: „Es gab ungezählte Telefonkonferenzen rund um die Fragen der stationären Versorgung und wie alles organisiert werden könnte“. Dieses Netzwerk, dem er – Menzel – und Professor Dr. Clemens-Alexander Greim angehören, besteht seit März 2020, mit einer Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft. Und dass es mit Bewältigung der Pandemie gerade auch in Hessen so gut gelaufen sei, liege daran, dass man hier gut aufgestellt sei: „Es wird nicht nur geredet, sondern die Prozesse werden operativ gesteuert“. Durchaus sehr kollegial verlaufen sei ein kürzlich stattgefundenes Treffen der Krankenhäuser und Behörden in Osthessen „in Präsenz“, bei dem man sich endlich einmal persönlich habe kennenlernen dürfen – nicht nur per Video- oder Telefonkonferenz. Menzel lobt aber auch das Verhältnis der einzelnen Krankenhäuser innerhalb des Versorgungsgebietes: „Da haben wir auf Augenhöhe miteinander kommuniziert, trotz der durchaus gelegentlich zu Tage tretenden Konkurrenz. Das Verhältnis ist sehr von Vertrauen geprägt, fast freundschaftlich“. Zur Hochzeit der Ausbreitung des Coronavirus habe man im Klinikum Fulda die Zahl der Operationen um 30 bis 40 Prozent heruntergefahren und nur noch Notfälle behandelt. Was den vielfach geäußerten Vorwurf angeht, Krankenhäuser hätten bei der Finanzierung von zusätzlichen Intensivbetten getrickst, so betont Menzel, dass es – soweit er es übersehe – korrekt abgelaufen sei. Im Übrigen hätten die großen Häuser wie auch das „Klinikum Fulda“ zwar die Hauptlast der Pandemie getragen, finanziell seien sie aber nicht ausreichend kompensiert worden. „Dafür dann in den Medien pauschal in eine Ecke gestellt und als ,Krisengewinner‘ tituliert zu werden, ist schon irritierend“. Nicht zuletzt unter dem Eindruck der Bilder aus dem italienischen Bergamo, aus Frankreich und aus New York habe man sich auch bezüglich der Intensivplätze schon im Vorfeld breit aufgestellt: „Wir hätten bis zu 80 Beatmungsplätze aufbieten können statt der üblichen 32. Allerdings lag und liegt der Engpass beim Personal, das die Patientinnen und Patienten betreut. Dass wir für diese angebliche Überkapazität auch noch kritisiert werden, ist unschön“. Der abschließende eindringliche Appell Thomas Menzels an die Menschen in unserer osthessischen Region: „Lassen Sie sich impfen und schützen Sie damit sich und andere. Denn Corona kann tödlich sein!“

Rubriklistenbild: © Duangphung

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