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Arbeitlos!

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Fulda/Hnfeld. Im August waren im Agenturbezirk Fulda 5671 Menschen arbeitslos gemel-det. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent

Fulda/Hnfeld. Im August waren im Agenturbezirk Fulda 5671 Menschen arbeitslos gemel-det. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent. "Das ist die niedrigste August-Arbeitslosenquote seit 16 Jahren", freute sich Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Ge-schftsfhrung der Arbeitsagentur, bei einer Pressekonferenz. Der Agenturchef hatte zur Fir-ma Steinacker nach Hnfeld eingeladen, um die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Agentur und Wirtschaft hervorzuheben. "Wenn die Kooperation gut funktioniert, bringt das Zu-sammenspiel fr beide Seiten und vor allem fr die arbeitslosen Menschen gute Ergebnisse", betonte Dombrowski und belegte die Erfolge mit Zahlen. So waren im August 1108 Menschen weniger arbeitslos als im Vorjahresmonat. Der Rckgang verteilt sich auf die Arbeitslosen im Bereich der Agentur (-563 auf 2229 Arbeitslose) und diejenigen, die beim Amt fr Arbeit und Soziales (AFAS) gemeldet sind (-545 auf 3442 seit August 2007)."Der bei der Arbeitsagentur saisonal bliche Anstieg der Arbeitslosenzahl ist in diesem Som-mer geringer ausgefallen und konnte durch intensive Vermittlungsarbeit zu einem betrchtli-chen Teil bereits wieder abgebaut werden", fhrte der Agenturchef aus, "Im Juli waren noch 337 Frauen und Mnner mehr ohne Arbeit. Inzwischen sind wir wieder unter dem Stand von Juni angekommen."Dabei haben Frauen, ltere und jngere Arbeitslose von der guten Arbeitsmarktlage profi-tiert. Hier haben die Aktivitten der Arbeitsagentur und von AFAS sowie die Programme des Bundes Wirkung gezeigt. Bei den Frauen ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu Au-gust 2007 um 739 gesunken - im Agenturbereich um 422, bei AFAS um 317. "Langsam scheint sich die Lage der langzeitarbeitslosen Frauen etwas zu bessern, die sich bislang schwerer taten, auf den Arbeitsmarkt zu finden", folgerte Dombrowski. Gleichwohl stellt sich die Lage im Einzelhandel als nicht besonders gnstig dar. Die Erhhung der Mehrwertsteuer und die Kaufkraftverluste bei vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern lassen fr diese Branche aus jetziger Sicht keine guten Perspektiven erwarten. Ferner ist es fr ungelernte Arbeitslose und arbeitslose Menschen ohne Pkw in der Praxis immer noch schwer, einen Ar-beitsplatz zu finden.Trotz des nahen Ausbildungsbeginns am ersten September ist der Ausbildungsmarkt laut Birgit Mathes, verantwortlich fr den operativen Bereich der Agentur, weiterhin in Bewegung. Rund 250 Bewerber ohne Lehrstelle stehen knapp 90 freien Ausbildungsstellen gegenber. Zahlreiche junge Menschen sind noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz zum Kaufmann, bzw. Kauffrau im Einzelhandel. Die jungen Mnner interessieren sich auerdem verstrkt fr eine Ausbildung zum Kraftfahr-zeugmechatroniker, bei den jungen Frauen sind die hufigsten Wunschberufe Medizinische Fachangestellte, Verkuferin oder Friseurin. Freie Ausbildungsstellen gibt es fr Mdchen und Jungen noch in Ausbildungsberufen wie Koch und Bcker, aber auch im Elektrobereich sowie bei den Metallbauern und Anlagenmechanikern Sanitr.Insgesamt haben sich auf der Suche nach einer Lehrstelle seit Oktober 2222 junge Men-schen bei der Agentur gemeldet. Das waren 330 weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Ausbildungsjahres 2006/2007, weil es der Berufsberatung gelungen ist, einen groen Teil von Schulabgngern aus Vorjahren zu versorgen.In geringem Ma ist auch die Zahl der bei der Agentur gemeldeten Berufsausbildungsstellen zurckgegangen - um 86 auf 1605 seit Oktober 2007. Dombrowski: "Bei der Anzahl der Lehr-stellen bewegen wir uns immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Ein dickes Lob an die Ausbildungsbetriebe!"Das Lob der Arbeitsagentur ging auch an Frank Steinacker, Juniorchef des Hnfelder Betrie-bes, der unter anderem hochwertige Luftpolster- und Verpackungsfolien herstellt und im Ge-werbegebiet 68 Mitarbeiter beschftigt. "Unternehmer wie die Familie Steinacker geben den Menschen in der Region die Mglichkeit, in ihrer Heimat einen Arbeitsplatz zu finden", fhrte der Agenturchef aus. Nach aktuellen Daten gab es Ende 2007 im Landkreis Fulda 76 014 so-zialversicherungspflichtig Beschftigte. Dies entspricht einer Steigerung von ber 900 gegen-ber 2006. "Auch der traditionell gut dastehende Altkreis Hnfeld hat seine Hausaufgaben gemacht", sagte Dombrowski. Hier gab es Ende 2007 insgesamt 49 Sozialversicherungspflich-tige Arbeitspltze mehr als im Vorjahr, nmlich 8381. Besonders zugelegt haben Eiterfeld (+32) und Rasdorf (+20). In Hnfeld ist zudem der hohe Anteil von Beamtinnen und Beamten zu bercksichtigen.

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