Personelle Verstärkung für HZD-Standort Hünfeld

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Minister Schäfer (links) und Bürgermeister Schwenk mitsamt elektronischer "Fußfessel"
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Weil natürlich eine elektronische "Fußfessel" vorhanden war, musste Minister Schäfer eine solche anlegen 

Hessens Finanzminister Schäfer hat bei Besuch in der Konrad-Zuse-Stadt gute Nachrichten im Gepäck: 20 neue Mitarbeiter 

Hünfeld - Die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) ist IT-Dienstleister des Landes und mit ihrer Arbeit ein sehr wichtiger Faktor für die digitale Verwaltungsmodernisierung in Hessen – auch im Bereich der Justiz. „Derzeit wird die Mitarbeiterstärke der Außenstelle in Hünfeld durch hochqualifizierte IT-Fachkräfte um rund 20 Prozent erhöht“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer am Mittwochvormittag bei einem Besuch. Laut HZD-Leiter Joachim Kaiser hat die Behörde an zwei Standorten gegenwärtig über 800 Mitarbeiter: Etwa 700 in Wiesbaden und 112 in der Konrad-Zuse-Stadt Hünfeld.

Der gesamte Dokumentenaustausch sowohl zwischen, als auch mit den Gerichten und Staatsanwaltschaften soll in den kommenden Jahren in Hessen schrittweise und nahezu vollständig auf den elektronischen Rechtsverkehr umgestellt werden. Denn dieser wird ab 2022 bundesweit verpflichtend. Die HZD an ihrem Standort in Hünfeld ist mit der Entwicklung und dem dauerhaften Betrieb der hierfür erforderlichen Verfahren beauftragt.

"Insgesamt 20 neue Mitarbeiter erhält die HZD, um diese Mammutaufgabe gut meistern zu können“, berichtete der Finanzminister. Der Großteil – 15 Mitarbeiter – sei bereits in den vergangenen Wochen und Monaten eingestellt worden. „Wir haben schnell gehandelt und sind gut vorbereitet. Mit dem Doppelhaushalt 2018/2019 werden nun weitere fünf Stellen geschaffen, die bis zum Jahr 2019 besetzt sein sollen.“

Zudem erwähnte Schäfer mit sehr lobenden Worten das seit 2011 von der HZD betriebene System, über das 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr Probanden überwacht werden, die elektronische "Fußfesseln" tragen. Dadurch kann man den Aufenthalt dieser Personen jederzeit feststellen; dem Minister zufolge ein "gutes Instrument" der Kontrolle, für das exzellente Experten verantwortlich zeichnen.

„Mehr Personal für die HZD in Hünfeld – mit ihrer Hilfe modernisieren wir weiter die Verwaltung, dadurch stärken wir aber zugleich auch den ländlichen Raum“, so der Minister. Und weiter: „20 neue Stellen sind ein klares Bekenntnis zum Standort der HZD in Hünfeld". Der deutliche Stellenzuwachs knüpfe an die derzeitige Reform der Hessischen Finanzverwaltung an, mit der in einem ersten Schritt rund 200 Stellen aus den Ballungszentren in den ländlichen Raum verlagert und Arbeitsplätze in die Heimat und zu den Menschen gebracht werden.

 Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk freute sich ebenso wie der Wahlkreisabgeordnete Dr. Walter Arnold über diese Entwicklung: „Die Ansiedlung weiterer Arbeitsplätze im e-justice-Bereich der Außenstelle der HZD in Hünfeld ist für uns eine sehr willkommene Stärkung des Standorts als Kompetenzzentrum für die weitere Digitalisierung der hessischen Justiz". Gerade die Digitalisierung biete große Chancen, hoch qualifizierte Arbeitsplätze auch außerhalb der Ballungszentren im ländlichen Raum anzusiedeln. Hünfeld profitiere damit von der Entscheidung der Landesregierung.

Für die Arbeit bei der HZD werden hochqualifizierte Kräfte gebraucht. Diese kommen dabei oftmals aus der osthessischen Region, gerade auch dank der stetigen Weiterentwicklung der Hochschule Fulda. 

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