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Architektur-Ausstellung: Sep Rufs Quadrate

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Fulda. Wie kamen eigentlich die Quadrate auf den Uni-Platz? Dieser Frage geht eine Sonderausstellung des Vonderau Museums über den renomierten Archit

Fulda. Wie kamen eigentlich die Quadrate auf den Uni-Platz? Dieser Frage geht eine Sonderausstellung des Vonderau Museums über den renomierten Architekten Sep Ruf auf den Grund. Oberbürgermeister Möller begrüßte zur Eröffnung am Mittwoch zahlreiche Gäste in der bis zum letzten Platz gefüllten Kapelle des Vonderau Museums.

Er betonte Rufs herausragende baugeschichtliche Bedeutung für das Fuldaer Zentrum und verwies dabei gleichzeitig auf die noch heute bestehende Brisanz von Rufs Entwürfen und ihren Vorbildcharakter für aktuelle Baumaßnahmen. Stadtbaurätin Cornelia Zuschke ging im Anschluss auf den polarisierenden Charakter von Nachkriegsbauten ein, die eine oft "ungeliebte Moderne in die geliebten Altstädte" gebracht habe.

In diesem Rahmen hob sie Sep Rufs Fähigkeit hervor, ein Verständnis für den umliegenden Raum entwickeln zu können.   Auf diese Weise habe er mit dem Entwurf des Karstadtbaus und des Universitätsplatzes das "Wohnzimmer unserer Stadt geschaffen". Zuschke hofft  im Zuge der Ausstellung auf eine rege Diskussion über Architektur in Fulda. Der Kurator der Ausstellung, Michael H. Gellings stellte die Projekte, an denen Ruf im Einzelnen beteiligt war, vor.  Dabei ging er auch auf  das Gesamtwerk, darunter den Kanzler-Bungalow und das Germanische Nationalmuseum, vor.

Das Vonderau Museum präsentiert diese und weitere ausgewählte Projekte Rufs, die  bereits im Rahmen einer Ausstellung des Architekturmuseums der TU München im Jahr 2008 zusammengetragen und präsentiert worden waren, in einem separaten Raum.Die Gestaltung der Ausstellung lag in den Händen von Susanne Wartzeck vom Bund deutscher Architekten und Reinhilde Binsteiner von der s-company. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Jochen und Julian Fuchs auf Cello und Klavier. Die Ausstellung ist fester Bestandteil des Sommerprogramms des Museums und wird allen Interessierten noch bis zum 25. September offen stehen.

Gellings bietet zudem öffentliche und Gruppenführungen an, die neben einer Erläuterung der Exponate im Museum auch einen Architekturspaziergang beinhalten werden. Außerdem werden Tagesfahrten zu weiteren Wirkungsstätten Rufs angeboten. Anfragen können an den Kurator Michael H. Gellings unter der Telefonnummer 0661/20698200 oder an info@heldundfunke.de gestellt werden.

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