Auswirkungen auch in Osthessen: "Poco Möbel" wird Teil der "XXXLutz"-Gruppe

Unternehmensgruppe hatte im Herbst "Möbel-Buhl" in Fulda und Wolfsburg übernommen, "Poco" in Petersberg eröffnet

Fulda - Diese unternehmerische Entscheidung hat Auswirkungen auch auf Osthessen: Die "XXXLutz"-Gruppe freut sich über den Zuwachs von 123 Einrichtungshäusern mit fast 8000 Mitarbeitern in Deutschland mit einem Gesamtumsatz von circa 1,6 Milliarden Euro. Denn die "XXXLutz"-Gruppe hat sich am Mittwoch mit Steinhoff International auf die Übernahme der Anteile an der Möbelhandelskette "Poco" geeinigt.

"Im guten Einvernehmen" wurden alle "Poco" betreffenden Rechtstreitigkeiten beigelegt. "Poco" ist laut Pressemitteilung Deutschlands größter und erfolgreichster Einrichtungsdisconter mit über 120 Filialen und fast 8000 Mitarbeitern und einem Umsatz von circa 1,6 Milliarden Euro.

Mit der Übernahme durch die "XXXLutz"-Gruppe könnten nun viele Synergien genutzt werden und "Poco" gehe gestärkt in die Zukunft. "Poco" werde weiter als eigenständige Unit innerhalb der "XXXLutz"-Gruppe mit eigenem Management geführt. Die Zentrale bleibe unverändert in Bergkamen.

"Poco" sei in den letzten Jahren äußerst erfolgreich gewachsen und werde den Expansionskurs weiter fortsetzen. In den nächsten Tagen würden nun die Verträge erstellt und der Kauf der Anteile beim Kartellamt angemeldet. Der Kauf gilt vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kartellbehörden.

 Der Umsatz der "XXXLutz"-Gruppe steige mit der Übernahme auf 5,6 Milliarden Euro, die Mitarbeiteranzahl betrage nunmehr mehr als 30.000. Die Filialanzahl erhöhe sich auf gesamt 380. In Deutschland würden aktuell 44 "XXXLutz"-Einrichtungshäuser und 34 "Mömax"-Trend-Mitnahmemärkte betrieben.

Stellungnahme "Poco"

Nachdem sich die Gesellschafter am Mittwoch einvernehmlich auf die Komplett-Übernahme durch Andreas Seifert ("XXXLutz"-Gruppe) verständigt haben, sieht "Poco"-Geschäftsführer Thomas Stolletz „beste Voraussetzungen für die Fortsetzung des bisherigen Erfolgskurses“. Insbesondere werde es darum gehen, die Marktdurchdringung zu verstärken, die Filialisierung voranzutreiben und auch den Internet-Handel auszubauen.

Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen im Zusammenhang mit der "Steinhoff"-Bilanzierung und den Auseinandersetzungen der beiden Gesellschafter um die Führung des Unternehmens ist "Poco"-Geschäftsführer Stolletz überzeugt, dass damit für den größten deutschen Einrichtungsdiscounter „ein Höchstmaß an Zukunftssicherheit“ erzielt ist. „Wir kennen Andreas Seifert aus der Zusammenarbeit der vergangenen zehn Jahre als innovativen und zuverlässigen Gesellschafter. Das ist auch die Basis für die Weiterentwicklung des "Poco"-Konzerns in Deutschland und darüber hinaus.“

Die "Poco"-Einrichtungsmärkte GmbH hat sich in ihrer heutigen Form seit 2008 entwickelt. Damals war in das Unternehmen von Andreas Seifert ("XXXLutz"-Gruppe) die "Domäne Einrichtungsmärkte GmbH" eingebracht worden. "Poco" betreibt gegenwärtig über 120 Einrichtungsmärkte in allen Teilen Deutschlands sowie jeweils einen in den Niederlanden und in Polen. Das Unternehmen, das 2018 einen Umsatz von über 1,6 Milliarden Euro anstrebt, beschäftigt annähernd 8.500 Mitarbeiter. 

Hintergrund 

Die "XXXLutz"-Gruppe hatte im Herbst in Fulda und in Wolfsburg zwei Häuser des Familienunternehmens "Möbel-Buhl" übernommen. Zudem gehört im Zuge der Übernahme der "Poco"-Gruppe auch das ebenfalls im Herbst 2017 im ehemaligen "Sommerlad"-Möbelhaus in Petersberg eröffnete "Poco"-Einrichtungshaus zum "XXXLutz"-Konzern. In einem weiteren Trakt soll in diesem Herbst das unterfränkische Familienunternehmen "Opti Wohnwelt" einziehen.

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