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Der aufgeklärte Patient im Mittelpunkt

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Fulda. Am vergangenen Samstag trafen sich ber 80 Vertreter osthessischer Selbsthilfegruppen, Kontaktstellen und Patientenorganisationen auf Einl

Fulda. Am vergangenen Samstag trafen sich ber 80 Vertreter osthessischer Selbsthilfegruppen, Kontaktstellen und Patientenorganisationen auf Einladung der AOK Hessen im ITZ Fulda. Bereits zum sechsten Mal brachte die Gesundheitskasse aktive Patienten in diesem regionalen Forum zusammen.

Begrt wurden die Gste von Thomas Schupp, dem AOK-Regionaldirektor im Bereich Osthessen: In den vergangenen Jahren hat sich die Selbsthilfe zu einer wichtigen Sule im Gesundheitswesen entwickelt. Wir wnschen uns, dass sich noch mehr Betroffene zusammen schlieen und einen regen Austausch pflegen. Je ausgeprgter die Patientensouvernitt, desto besser sei dies fr eine erfolgreiche Therapie. Wer mit dem Arzt auf Augenhhe kommunizieren kann, gewinnt viele Vorteile, wusste Schupp. Seit ber sechs Jahren bert die AOK engagierte Ehrenamtler aus ganz Hessen, darunter weit ber 100 Selbsthilfegruppen aus dem Fuldaer Raum. Sie pflegt die landesweit grte Selbsthilfedatenbank auf ihrer Internetseite und kmmert sich um die jhrlichen Frdergelder.

Vernderte Rahmenbedingungen

Seit diesem Jahr sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Selbsthilfefrderung verndert. Thomas Schupp: Die sogenannte Pauschalfrderung, etwa die Hlfte des Gesamt-Topfes, erhalten Betroffene jetzt ber die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe und nicht mehr wie bisher von den einzelnen Krankenkassen. Es stehen aber laut Schupp auch weiterhin Geldmittel fr Einzelprojekte zur Verfgung: Die Selbsthilfegruppen sind ausdrcklich aufgerufen, diese Mittel in Anspruch zu nehmen und entsprechende Antrge bei der AOK Hessen zu stellen.

Im Jahr 2008 beluft sich die Frderung der Selbsthilfearbeit durch die AOK auf hessenweit rund 868.000 Euro, 50% davon Pauschal- und 50% Individualfrderung. Allein die Kontaktstelle in Fulda hat insgesamt 15.500 Euro von der Gesundheitskasse erhalten Unser Zuschuss ist wichtig, aber nicht alles. Entscheidend ist, dass man sich in der Gruppe Rckhalt gibt und sein Wissen ber die Krankheit und darber hinaus auch ber die Strukturen des Gesundheitssystems sinnvoll erweitert, betonte Thomas Schupp. Die Gelegenheit dazu boten im Anschluss die Vortrge von Ralf Metzger und Michael Voellinger. Metzger ist bei der AOK Hessen fr den Politik-Bereich verantwortlich und setzte sich in seinem Referat ausfhrlich mit den konkreten Auswirkungen des anstehenden Gesundheitsfonds auseinander. Voellinger, ebenfalls von der AOK und ausgebildeter Jurist, ist ein sogenannter Patientenanwalt. Er thematisierte Rechte und Pflichten von Patienten.

An einer Frderung interessierte Selbsthilfeorganisationen- oder gruppen wenden sich bitte an die AOK Hessen. Telefon: 06172 272 484.

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