Ausgezeichnet: Prof. Dr. Karim Khakzar ist Hochschulmanager des Jahres 2018

Preisverleihung im Rahmen des „Presidents' Dinner“  in Berlin

Am gestrigen Mittwoch wurde Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, zum Hochschulmanager des Jahres 2018 gewählt.

Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, ist „Hochschulmanager des Jahres 2018“. Eine fachkundige Jury, der auch die ehemalige Bundesbildungsministerin, Prof. Dr. Johanna Wanka, sowie die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Prof. Dr. Margret Wintermantel, angehörten, wählte den 58-jährigen Elektrotechniker aus sechs nominierten Finalisten für den Titel aus. Die vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung und der Wochenzeitung DIE ZEIT jährliche verliehene Auszeichnung ehrt Hochschulmanagerinnen und -manager, die mit außergewöhnlicher Führungsleistung die Entwicklung ihrer Hochschule geprägt und innovative Veränderungsprozesse initiiert haben.

Khakzar leitet die Hochschule Fulda seit Dezember 2008. Seit August 2016 ist er Sprecher der Mitgliedergruppe der Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und HRK-Vizepräsident. Bereits im vergangenen Jahr stand er im Finale des Wettbewerbs. 2013 war er erstmals für den Titel nominiert.

Auszeichnung für die ganze Hochschule

„Es ist eine große Ehre, aus einem Kreis so renommierter Persönlichkeiten ausgewählt zu werden“, freut sich Khakzar und fügt hinzu: „Auch wenn der Preis persönlich adressiert ist: Im Grunde ist es eine Auszeichnung für die ganze Hochschule und ihre Mitglieder. Die Entwicklung unserer Hochschule in den vergangenen zehn Jahren stellt eine große Mannschaftsleistung dar“. Eine Person an der Spitze allein könne eine solche Entwicklung nicht bewerkstelligen. „Ich werde von meinem Präsidium großartig unterstützt und konnte stets auf eine sehr gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Akteuren in den Fachbereichen, in den Gremien und in der Verwaltung bauen“, betont er.

Wissenschaftsminister Boris Rhein war ebenfalls hoch erfreut über die Auszeichnung für Prof. Khakzar und hob hervor, dass diesmal sogar zwei Persönlichkeiten aus Hessen in der letzten Auswahlrunde für den Hochschulmanager/die Hochschulmanagerin vertreten waren. Dies zeige, dass „die in Hessen geschaffenen hochschulrechtlichen Rahmenbedingungen und das darin eingebettete Modell der Hochschulautonomie gute Voraussetzungen für erfolgreiches strategisches Handeln der Hochschulen bieten“.

Khakzar habe die Hochschule in einer schwierigen Situation übernommen und auf Kurs gebracht, heißt es in der Jury-Begründung. „Mir ist wichtig, dass die Vernetzung innerhalb der Hochschule funktioniert“, erklärt der Fuldaer Hochschulpräsident und gibt einen Einblick, wie das gelungen ist: „Wir haben beispielsweise interdisziplinäre Studiengänge entwickelt, in die mehrere Fachbereiche involviert sind, und so den Vernetzungsgedanken gefördert.“ In der Forschung hätten fachbereichsübergreifende wissenschaftliche Zentren für gemeinsam erarbeitet Schwerpunktthemen die verschiedenen Fachdisziplinen zusammengebracht.

Diplomatisch und vermittelnd

Die Jury überzeugte diese konsequente Förderung interdisziplinärer Schwerpunkte. Sie stellt heraus: Khakzar „ist ein Diplomat, der auch in schwierigen Situationen ruhig und besonnen bleibt und zwischen unterschiedlichen Positionen vermitteln kann.“ Das Promotionsrecht für forschungsstarke Fachgebiete, das die Hochschule Fulda 2017 als bundesweit erste Hochschule für Angewandte Wissenschaften erhalten hat, zeige zudem, dass Khakzar auch bei hochschulpolitischen Veränderungen vorneweg gehe. „Wir haben die Forschung gezielt und strategisch ausgebaut. Das gipfelte schließlich in der Frage des eigenständigen Promotionsrechts“, erläutert Khakzar.

Ebenso würdigt die Jury, dass unter seiner Federführung erfolgreich Fördermittel im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Innovative Hochschule“ eingeworben wurden. Das aus diesen Mitteln geförderte Projekt Regionales Innovationszentrum für Gesundheit und Lebensqualität (RIGL)-Fulda bindet alle acht Fachbereiche der Hochschule und rund 70 regionale Praxispartner ein und verfolgt das Ziel, Ideen, Wissen und Technologien in den Bereichen Gesundheitsförderung, Ernährung, Lebensqualität und soziale Nachhaltigkeit in die Region zu transferieren. „Es ist bereits ein beachtliches regionales Netzwerk durch dieses herausragende Projekt entstanden“, betont Khakzar.

Campus fördert Vernetzung

Was dem Preisträger besonders am Herzen liegt und ebenso in die Jurybegründung einfloss, ist die Campusentwicklung aus baulicher Sicht. „Einen Campus mit hoher städtebaulicher Identität zu schaffen, das war mir ganz wichtig“, führt Khakzar aus. Schließlich sei die Hochschule ein Ort, an dem man sich viele Jahre aufhalte, und da müsse man sich wohlfühlen. Ansonsten könne man nicht erfolgreich studieren, forschen und arbeiten. Die Jury richtete auch hier den Blick auf die Vernetzung: Auch mit der baulichen Entwicklung als Campus-Hochschule an einem Standort habe der Fuldaer Hochschulpräsident Brücken zwischen den einzelnen Disziplinen geschaffen.

Während Khakzars Amtszeit hat sich die Studierendenzahl mehr als verdoppelt. Über 9.500 Studentinnen und Studenten sind inzwischen an der Hochschule Fulda eingeschrieben. Auch die Zahl der Beschäftigten ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen: von rund 390 auf mittlerweile fast 700.

Nominiert für die Auszeichnung waren außerdem: Michael Braun, Präsident der TH Nürnberg Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg Peter Sperber, Präsident der TH Deggendorf Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität in Frankfurt am Main

Zum Auswahlverfahren: Die Finalistinnen und Finalisten für den/die "Hochschulmanager/in des Jahres 2018" werden in einem dreistufigen Verfahren ermittelt. In einer Vorauswahl werden unter anderem auf Basis von Daten des Deutschen Akademischen Austauschdiensts, der Alexander von Humboldt- Stiftung und des CHE Hochschulrankings zunächst Hochschulen identifiziert, die besonders starke positive Veränderungen aufweisen und daher als besonders entwicklungsstark anzusehen sind. In einer zweiten Stufe werden alle in der Vorauswahl identifizierten Hochschulleitungen zu ihrem Führungsverständnis sowie verschiedenen Führungsaktivitäten befragt. Ebenso befragt werden die jeweiligen Vizepräsidentinnen und -präsidenten, die Kanzlerinnen bzw. Kanzler sowie die Hochschulratsvorsitzenden. Eine Jury aus anerkannten Expertinnen und -experten bestimmt auf dieser Basis die sechs Finalistinnen und Finalisten.

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