Aussendungsfeier für 400 Sternsinger in Fulda

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Fuldas Bischof Gerber: Friedensbotschaft hat einen aktuellen dramatischen Hintergrund

Fulda - Rund 400 Sternsinger wurden heute Vormittag von Bischof Michael Gerber und Diözesanjugendpfarrer Alexander Best im Fuldaer Dom bei einer feierlichen Aussendungsfeier verabschiedet. Zunächst fand das Einsingen für alle Sternsingergruppen mit Domkapellmeister Franz-Peter Huber statt. Danach folgte der Sternsingerzug durch die Innenstadt bis zur Marienschule. Nach einem Mittagessen in der Schule stand ein Workshop auf dem Programm mit dem Thema: „Segen sein - Frieden! Im Libanon und weltweit.“

„Ihr Sternsinger bringt in diesen Tagen die Botschaft vom Frieden in die Häuser unzähliger Menschen“, so Bischof Gerber in seiner Begrüßung. Diese Friedensbotschaft habe am Beginn des neuen Jahres einen durchaus dramatischen Hintergrund: „Dort, wo gemäß der biblischen Überlieferung die Sterndeuter damals aufgebrochen sind, um den neugeborenen Friedenskönig zu suchen, liegen heute die Länder Irak und Iran. Hier erleben wir heute eine besorgniserregende Dynamik, die zu neuen kriegerischen Spannungen führen kann.“ Die Botschaft von Weihnachten sei damit auch heute sehr aktuell, so der Bischof. Er lud die Anwesenden zu einer Minute des stillen Gebets für die Menschen in der Heimat der Sterndeuter und für alle politischen Entscheidungsträger ein. „Möge der Stern von damals den Völkern der Erde heute Anstoß sein, wieder gemeinsam auf die Vision eines friedlichen Miteinanders zu schauen.“

Bereits vor dem Gottesdienst im  Dom hatte Bischof Gerber eine Sternsingergruppe aus der Pfarrei St. Michael Eckweisbach im Bischofshaus und in der Michaelskirche empfangen. Die vier Jugendlichen vertreten in Begleitung von Gemeindereferentin Eva-Maria Baumgarten das Bistum Fulda beim Sternsingerempfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt am Dienstag, 7. Januar.

„Segen bringen, Segen sein – Frieden! Im Libanon und weltweit“ lautet das Motto der 62. Aktion Dreikönigssingen. Das gesammelte Geld geht an bedürftige Kinder in Entwicklungsländern. Das diesjährige Beispielland ist der Libanon. Zum Jahresanfang 2020 sind wieder mehrere hunderttausend Sternsinger in Deutschland unterwegs. Allein im Bistum Fulda beteiligen sich mehrere tausend Kinder und Jugendliche an der Aktion.

Bei der Aktion 2019 kam durch den Einsatz von rund 300.000 Jungen und Mädchen aus 10.226 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten bundesweit eine Rekordsumme von 50,24 Millionen Euro zusammen. Im Bistum Fulda sammelten die Jungen und Mädchen in 217 Gruppen 701.835,63 Euro. Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) finanzierten im Jahre 2018 mit dem Erlös der Sammlung mehr als 1.800 Kinderhilfsprojekte in 111 Ländern.

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