Ausstellung in der Galerie im Kutscherhaus: Ganz besondere Magie

Bei der Ausstellungseröffnung: Dyne Mieth gemeinsam mit Bärbel Wierich links) und Ursula Bernhardt. Foto: Duangphung

Ein Gespräch mit dem Künstler Dyne Miet

VON KRIS DUANGPHUNG

Fulda. Bis Ende des Jahres, kann man die Ausstellung „Dyne The Sauti Kuu Kids“ in der Galerie Kunst im „Kutscherhaus“ in Fulda, Schlachthausgasse/Gutenbergstraße, besuchen. Dyne Mieth, 1977 in Berlin geboren, hat 1990 mit Graffiti begonnen. Diese haben ihren Ursprung in der Hip Hop- und Breakdance-Szene.

Der Kontakt nach Fulda entstand durch Bärbel Wierich, deren Tochter Natascha Ochsenknecht wie Dyne in Berlin lebt. Auf Wierichs Empfehlungen, seine Ausstellung im „Kutscherhaus“ bei Inhaberin Ursula Bernhardt zu veröffentlichen, ist nun Realität geworden. „Fulda aktuell“ hatte Gelegenheit, mit dem Künstler zu sprechen.

FULDA AKTUELL: Ich konnte bei der Eröffnung Deiner Ausstellung dabei sein. Wie kam es, dass die Weltpremiere „Dyne the Sauti Kuu Kids“ hier in der schönen Barockstadt stattfindet?

DYNE: Natascha Ochsenknecht, die wie ich in Berlin lebt, hat eine kunstbegeisterte Mutter. Mit Bärbel war ich sofort auf einer Wellenlänge. Und da sie in Fulda lebt, war die Verbindung in diese wunderschöne Kleinstadt geboren. Ich war auf der Suche nach einem passenden Ort, meine neuen Werke zu präsentieren. Die Kombination aus historischen Gemäuern der Kutscherschmiede, Metallgestaltung und dem modernen Street Art hat mich sofort begeistert.

FA: Die „Kutscherschmiede“ hat das einzig älteste erhaltene Mauerwerk des 12 Jahrhunderts. Ist das einer der Gründe?

Dyne: Auf jeden Fall. Die Mauern haben eine einzigartige Magie, man spürt die Historie. Inhaberin Ursula Bernhardt hat meine Ideen geteilt und ich danke ihr sehr dieses Erlebnis mir und den Betrachtern zu ermöglichen. Hier wurden auch schon Werke von HR Giger und Max Liebermann ausgestellt, nicht die einzigen großen Namen, die man in Verbindung mit mir hören kann. So hing meine Kunst bereits gegenüber von Picasso im Museum der Kaiserlichen Hofburg und neben Banksy, Keith Haring, sowie Jean Michel Basquiat zum Gallery Weekend in Berlin.

FA: Deine Ausstellung „Dyne the Sauti Kuu Kids, Projekt „ART AS A PERSPECTIVE“ wie Du das nennst, was erwartet den Besucher?

Dyne: Den Besucher erwartet eine Zusammenstellung von eigenen Werken und Bildern die in der Zusammenarbeit mit Kindern und einer Stiftung in Kenia entstanden.

FA: Klingt spannend! Erzähl uns mehr.

Dyne: Es ergab sich eine wunderbare Zusammenarbeit mit der Stiftung „Sauti Kuu Foundation“, gegründet von Dr. Auma, der Halbschwester von Barack Obama, dem ehemaligen Präsident der USA. Im Jahre 2018 erhielt ich die Chance nach Kenia zu reisen und mit 30 Kindern ein Kunstprojekt durchzuführen. Hierzu haben wir ein große Leinwand ausgebreitet und viele Liter Farbe darauf verteilt, welche anschließend bei einem Fußballspiel mit nackten Füßen zu einem gemeinschaftlichen Gesamtkunstwerk vermischt wurde. Jedes Kind durfte sich ein Stück aus der Leinwand herausschneiden und individuell weitergestalten. Anschießend wurden diese Stücke individuell besprüht. 23 diese von Kindern geschaffene Originale haben nun ihren Weg nach Fulda gefunden.

FA: Deine Ausstellung geht aber weit über den künstlerischen Aspekt hinaus, oder?

Dyne: Ja, mir ist das sehr wichtig. Es war faszinierend zu beobachten wie diese Kinder aus dem Ghetto Kogelo frei und unbeeinflusst von Medien der Kreativität in ihrer reinsten Form freien Lauf ließen. So fühlt man in den Kunstwerken der Kinder eine ganz besondere Magie. Damit noch mehr Kinder sowohl künstlerisch als auch sportlich Talente entdecken können, möchte ich die Arbeit der Stiftung unterstützen. Der Gewinn der Ausstellung im „Kutscherhaus“ wird den Kindern der „Sauti Kuu Foundation“ in Verbindung mit meinem Projekt „Art as a Perspective“ zugute kommen.

Bis Ende des Jahres kann man die Ausstellung besuchen. Wegen Corona werden die Hygienevorschriften eingehalten und maximal fünf Personen können kommen. Geöffnet ist Dienstag bis Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und Freitag von 16 bis 20 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefonnummer 0162/420 1880 oder per E-Mail an info@kunstschmiede-bernhardt.de .

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