Vier Auszeichnungen für soziales Bürgerengagement gehen nach Osthessen 

In Wiesbaden geehrt: Monika Krah, Margot Kraft, Hanns-Uwe Theele und "Leben und Arbeiten in Poppenhausen" 

Fulda/Hosenfeld/Poppenhausen - An neun Gruppen und acht Einzelpersonen hat Sozial- und Integrationsminister Kai Klose  am Internationalen Tag des Ehrenamts   in Wiesbaden die Landesauszeichnungen für soziales Bürgerengagement verliehen. Unter den Geehrten waren auch drei Einzelpersonen beziehungsweise eine  Gruppe aus dem Kreis Fulda.

In diesem Jahr lagen der Jury 135 Bewerbungen vor. Dies mache deutlich, in welchem Ausmaß und in welchen vielfältigen Bereichen hessische Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich tätig seien und sich in herausragender Weise engagierten. Die Geehrten erhalten neben der Landesauszeichnung „Soziales Bürgerengagement“ in Form einer Skulptur auch ein finanzielles Dankeschön in Höhe von 500 Euro für ihren Verein oder Organisation.

Einzelpersonen

Monika Krah:

In Blankenau, einem Ortsteil der Gemeinde Hosenfeld,  wurde ein ehemaliges Altenheim zu einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge mit einer Kapazität von bis zu 75 Plätzen umfunktioniert. Relativ schnell bildete sich ein kleiner Kreis von engagierten Personen, die sich von Beginn an um die Flüchtlinge und deren Integration vor Ort und vor allem im Ort bemühten.  Monika Krah war von Beginn an unermüdlich im Einsatz war und ist das bis heute ist. Mit ihrem Engagement habe sie auch maßgeblich zur Umsetzung vieler Projekte und Aktionen beigetragen.

Margot Kraft:

Obwohl sie keine Angehörigen im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Hosenfeld hat, engagiert sich Margot Kraft seit über fünf Jahren täglich dort, um ehrenamtlich und unentgeltlich die dort lebenden Menschen zu betreuen. Sie geht mit den Bewohnerinnen und Bewohnern spazieren, singt mit ihnen, liest ihnen vor, hilft bei der Essensaufnahme oder unterhält sich ganz einfach nur mit ihnen. Durch die tägliche Anwesenheit von ihr würden nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner unterhalten und umsorgt, sondern auch das Pflegepersonal und die Angehörigen unterstützt.

Neben diesem täglichen Engagement im Alten- und Pflegeheim engagiert sie  sich darüber hinaus noch in der Kirchengemeinde, im Landfrauenverein und hat auch viele Jahre die örtliche Backgemeinschaft als „Backfrau“ geführt.

Hanns-Uwe Theele:

Hanns-Uwe Theele gründete im Jahr 2002 eine MS-Selbsthilfegruppe, die er bis 2016 leitete und deren monatliche Treffen von ihm organisiert wurden. In den Treffen wurden Erfahrungen und Tipps rund um die Diagnose MS ausgetauscht. Auf diese Weise konnte er in den vielen Jahren sehr vielen Betroffenen Unterstützung anbieten und ein wichtiger Ratgeber sein. Im Jahre 2009 engagierte sich Hanns-Uwe Theele mit großem Erfolg für eine Initiative, die sich bis heute für mehr Barrierefreiheit in der Stadt und im Landkreis Fulda einsetzt.  2011 habe er  diese Initiative mit einem unglaublichen persönlichen Einsatz zur Vereinsgründung der "IGbFD - Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda" geführt,  deren Vorsitzender er seit dieser Zeit ist. Aktuell hat der Verein 190 Mitglieder.

Gruppe

Leben und Arbeiten in Poppenhausen:

Im Zentrum der Arbeit des Vereins „Leben und Arbeiten in Poppenhausen e.V.“ stehe die Zielsetzung, Menschen mit einer Behinderung und mit Hilfebedarf in die Gemeinde Poppenhausen zu integrieren und sie als Gemeindemitglieder aktiv dort einzubinden. Mit seinem Engagement fördere und begleite der Verein die Inklusion von Menschen mit Behinderung in das Gemeindeleben von Poppenhausen und stärke damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben jedes Einzelnen.


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