Autohaus-Serie (1): OPEL FAHR gibt es seit 80 Jahren in Fulda

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Unsere Serie der osthessischen Autohäuser beginnt mit der Marke "Opel" und dem Autohaus Fahr in der Domstadt.

Fulda - Am Anfang stand die Nähmaschine. Dann kam das Fahrrad. Die Geschichte des heutigen Autoherstellers „Opel“ beginnt im Jahr 1863 in einem Kuhstall in Rüsselsheim. Dort machte sich Adam Opel an die Herstellung von Nähmaschinen, 1886 lief in der „Opel“-Fabrik das erste „Opel“-Fahrrad vom Band.

Nur wenige Jahrzehnte später wurde das erste „Opel“-Autohaus in Fulda eröffnet. Im Jahr 1937 wurde ein „Vertrag zur Gründung einer Offenen Handelsgesellschaft“ unterzeichnet, der zunächst auf fünf Jahre befristet war. Der technikbegeisterte Lehrer Wolfgang Fahr aus Wolferts hatte sich dafür mit der Bahn auf den Weg nach Rüsselsheim gemacht, um mit „Opel“ über einen Händlervertrag für Fulda zu verhandeln. Erfolgreich, wie sich kurz darauf zeigte.

Fester Begriff in der Region

Am Beginn des „Autohauses Fahr“ am Fuldaer Martin-Luther-Platz stand der Handel mit Kraftfahrzeugen, Fahrzeugteilen, An- und Verkauf von Kraftstoffen und Kfz-Reparaturen. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begann der Bau des heutigen Hauptstandortes am Fuldaer Andreasberg. „Damals haben die Mitarbeiter beim Bau des neuen Stammsitzes selbst mit Hand angelegt“, erzählt Geschäftsführer Jürgen Schneider, der gemeinsam mit Rainer Schwab die „Fahr“-Gruppe als Geschäftsführende Gesellschafter führt. Am 23. Juni 1952 wurde der neue Betrieb feierlich eingeweiht. „In den fünfziger und sechziger Jahren war ,Opel’ der Marktführer in Europa“, sagt Schneider. Modelle wie „Admiral“, „Diplomat“ oder „Kapitän“ befuhren zu tausenden Deutschlands Straßen. Auch „Rekord“, „Kadett“, „Omega“ oder „Ascona“ waren Verkaufsschlager der Marke. Nicht zu vergessen der legendäre „Opel Manta“.

Aus den in Fulda ursprünglich vereinbarten fünf wurden inzwischen 80 Jahre und „Opel Fahr“ ist als Autohaus mit Tradition in der Region ein fester Begriff geworden. Inzwischen gehören neben dem Hauptsitz am Andreasberg in Fulda fünf weitere Autohäuser in Hünfeld, Hofbieber, Tann und Bad Salzungen und seit dem 1. April dieses Jahres in Petersberg zum Unternehmen. In seiner langjährigen Geschichte hatte „Opel Fahr“ nur sechs Geschäftsführer. „Das sind wenige für eine 80-jährige Firmengeschichte“, sagt Schneider. Seit dem frühen Tod von Helge Kolb – dem Sohn des ehemaligen Geschäftsführers Reinhard Kolb – im August 2016, führen Schneider und Schwab die Geschäfte zu zweit weiter.

„,Opel’ ist heute mit den aktuellen Modellen gut aufgestellt“, sagt Schneider. Andere Modelle von „Opel“ sind den meisten Menschen ebenfalls ein Begriff und seit Jahrzehnten auf deutschen Straßen vertreten, darunter „Astra“, „Corsa“, „Mokka X“, „Cascada“ und „Zafira“. „Opel“ hat auch eine Nutzfahrzeugflotte, zu der „Combo“, „Vivaro“ und „Movano“ gehören. Von 2016 bis 2022 wird „Opel“ 29 neue Modelle auf den Markt bringen. Allein im Jahr 2017 werden sieben neue „Opel“-Modelle in die Autohäuser kommen, darunter die beiden SUVs „Crossland X“ und „Grandland X“, das neue Flaggschiff „Insignia“ in drei Karosserievarianten und das Elektrofahrzeug „Ampera-E“. „Dieser Wagen wird Automobilgeschichte schreiben“, ist Jürgen Schneider sicher. Denn der „Ampera-E“ hat eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern mit rein elektrischem Antrieb.

Europäischer Gedanke

Deutschlandweit strebt die Marke „Opel“ wieder einen zweistelligen Marktanteil an. „In der Region Fulda und Rhön sind wir im zweistelligen Bereich“, sagt Rainer Schwab. Er freut sich auf die neue Zusammenarbeit mit der „Groupe PSA“ (unter anderem „Peugeot“ und „Citroën“). Laut Schwab und Schneider trägt „General Motors“ durch eine „verfehlte Modellpolitik in den neunziger Jahren die Hauptverantwortung für den Verlust von Marktanteilen. „Wir denken und handeln europäisch“, sind Schneider und Schwab einig.

Stetige Weiterentwicklung

Die Entwicklung des „Autohauses Wolfgang Fahr“ in der Region ging stetig aufwärts. Mit baulichen Vergrößerungen, Zukäufen und Übernahmen von Autohäusern in der Region vergrößerte sich die Gruppe immer weiter. „Heute beschäftigen wir insgesamt 124 Mitarbeiter an sechs Standorten“, sagt Jürgen Schneider.

Familienfest

Das 80-jährige Jubiläum und die Neueröffnung des Autohauses in Petersberg feiert „Opel Fahr“ am Samstag, 24., und Sonntag, 25. Juni, an den Standorten Hünfeld und Bad Salzungen, aber ganz besonders an seinem Hauptstandort am Fuldaer Andreasberg und im neuen Peterberger Autohaus , mit einem Familien-Sommerfest.

Daten und Fakten

• 1. September 1937: Gründung des Autohauses durch Unterzeichnung des „Opel“-Händlervertrags. Der Betrieb befindet sich zu dieser Zeit am Martin-Luther-Platz.

• 1950: Beginn mit dem Neubau des Autohauses am Andreasberg.

• 23. Juni 1952: Einweihung des neuen Betriebes am Andreasberg und der Tankstelle „Am Brückenkopf“ (Langebrücke).

• 1957-1967: Betrieb der Service-Außenstelle Frankfurter Eck.

• 1. September1962: 25-jähriges Betriebsjubiläum mit rund 100 Mitarbeitern.

• 1. September 1966: Eröffnung des „Opel-Fahr“-Zentrums in der Fuldaer Lindenstraße.

• 1. Juni 1974: Integration einer Generalagentur der „Nürnberger & Garanta Versicherung“

• 1. September1987: 50-jähriges Betriebsjubiläum mit Eröffnung der Neuwagenausstellungshalle am Hauptstandort Andreasberg in Fulda. Gleichzeitig wird der Standort in der Lindenstraße geschlossen.

• 1. Januar 1989: Anmietung eines Filialstandortes in Tann.

• 1. Januar 1990: Kauf und Inbetriebnahme des ehemaligen Opel Autohauses Theo Weber in Hofbieber

• 24. Mai 1991: Eröffnung des neu gebauten „Opel“-Betriebes in Hofbieber.

• 8. Oktober 1994: Autohaus-Neueröffnung in Tann.

• 24. Juni 1995: Neueröffnung des Gebrauchtwagenzentrums am Andreasberg in Fulda

• 1. April 2000: Kauf und Übernahme des „Opel“-Betriebes in Hünfeld.

• 1. Januar 2007: Kauf und Übernahme des „Opel“-Betriebes im thüringischen Bad Salzungen.

• 1. September 2012: 75-jähriges Betriebsjubiläum mit rund 120 Mitarbeitern.

• 25. April 2015: Aufnahme des „AUTOFIT“-Werkstattsystems in den Betriebsstätten Hofbieber und Tann als Servicebetriebe für alle Marken.

• 1. April 2016: Aufnahme des „AUTOFIT“-Werkstattsystems im Hauptbetrieb Fulda als Servicebetrieb für alle Marken.

• 1. April 2017: Übernahme des Betriebes „Pfahls und Ruppert“ in Petersberg, Pacelliallee inklusive aller 15 Mitarbeiter. Gesamtmitarbeiterzahl seitdem: 124.

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