Blick ist stets nach vorn gerichtet

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Das "Autohaus Scheller" in der Dr. Raabe-Straße 7.
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Benjamin Scheller (rechts) und Rainer Lomb sind Geschäftsführer des Autohauses. 

Autohaus-Serie: „Scheller“ verfolgt seit über 25 Jahren eine klare Philosophie

Fulda - An das Datum der Firmengründung kann sich Hans L. Scheller noch ganz genau erinnern, weil seine Frau Geburtstag feiert: "Das war der 23. Dezember 1991, als wir unser Unternehmen in der Dr.-Raabe-Straße 4 ins Leben gerufen haben". Der Einstieg in das Geschäft mit Automobilen erfolgte mit der Marke "Hyundai", und Hans L. Scheller erinnert sich an den "Pony", "der damals, zu D-Mark-Zeiten, noch keine 1.000 Mark gekostet hat".

"Scheller" ist das nunmehr zweite Unternehmen, das "Fulda aktuell" in seiner Serie über Autohäuser der Region vorstellt, nachdem vor Kurzem "Opel Fahr" den Anfang gemacht hat. Hans L. Scheller zufolge "schließt sich damit übrigens ein Kreis, denn ich habe 1977 als Juniorverkäufer bei ,Fahr' angefangen und bin 15 Jahre dort gewesen." Und es gibt noch einen weiteren Berührungspunkt: Der 60 Jahre alte Senior Scheller hat sich seit einigen Monaten in den Ruhestand zurückgezogen und ist nur noch "zbv" (zur besonderen Verwendung) im Unternehmen. Sohn Benjamin, 33-jährig, übt nunmehr die Geschäftsführung aus, gemeinsam mit Rainer Lomb. Dieser ist zugleich Teilhaber, kümmert sich um Groß- und Gewerbekunden und verantwortet den Handel mit "Škoda" und "Seat". Auch Lomb hat am 1. August 1977 als Auszubildender bei "Opel Fahr" begonnen, wo er auf Hans L. Scheller traf.

Doch zurück zu den Anfangsjahren und zu "Hyundai": Weil sich die Geschäfte nicht so entwickelt hatten, wie man sich das vorgestellt habe, sei man aus diesem Bereich ausgestiegen und habe sich "Honda" und "Saab" zugewandt. Getreu dem unternehmerischen Motto: "Alles, was wir machen, das machen wir mit Liebe und Hingabe". Zumal gerade "Saab" ein "tolles und außergewöhnliches Auto" sei.

Was "Honda" angeht, so schwärmt Scheller noch immer vom "Integra", mit dem er Rallye gefahren sei – eine familiäre Leidenschaft, die er mit seinem Sohn teilt, und die zu vielfältigen sportlichen Erfolgen geführt hat. Dieser "Integra" sei die "reinste Drehorgel" gewesen und habe ab 6000 Umdrehungen erst so richtig losgelegt. "Mit seinem 1,8-Liter-Motor habe ich 190 PS erreicht", so der Autofan und weiter: "Mit 9.300 Umdrehungen ging dann so richtig der Punk ab". Aber auch mit "Honda"  war 1998 Schluss, als nämlich durch das Unternehmen das komplette Händlernetz gekündigt wurde. Scheller hätte trotzdem weitermachen können, da ein Vertragsangebot vorlag, "aber ich wollte nicht mehr".

 Vielmehr ging es mit anderen Marken weiter: 1999 kam "Peugeot", 2003 "Citroen" und "Škoda" und 2013 "Seat". Benjamin Scheller ist stolz darauf, dass das Unternehmen jährlich "zwischen 1.300 und 1.400 Fahrzeuge verkauft", und zwar von den Fabrikaten "Škoda", "Seat", "Peugeot", "Citroen" und "DS". Letztgenanntes ist eine Automarke des französischen Konzerns "Groupe PSA".

2003 gab es dann einen wichtigen Einschnitt, nämlich den Umzug in die Dr. Raabe-Straße 7, wo zuvor "Krahag" beheimatet gewesen war. An diesem Standort verfügt das "Autohaus Scheller" nun über rund 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche, 900 Quadratmeter Werkstatt, 300 Quadratmeter Seminarräume und 500 Quadratmeter Verwaltung. Hinzu kommen 44 Parkplätze auf dem Hof. Dass alles reibungslos klappt und die Kunden zufrieden sind, dafür sorgen 63 Mitarbeiter und 15 Auszubildende. Philosophie ist es unter anderem, den eigenen Nachwuchs im eigenen Haus heranzuführen – auch wenn es nach Ansicht der beiden Schellers immer schwieriger wird, geeignete Kräfte zu finden. Zumal es darum geht, auch nach 25 Jahren den Wachstumskurs weiter zu beschreiten, getreu dem Motto des Unternehmens "Progressiv und stets nach vorne gerichtet".

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