Bakterien und Viren den Kampf ansagen

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Lauterbach. Das "Medizinische Zentrum Eichhof" beteiligt sich am Welthändehygiene-Tag.

Lauterbach. Hände sind die wichtigsten Überträger von Krankheitserregern, die Infektionen im Zusammenhang mit medizinischen Maßnahmen auslösen können. Um das Personal am Medizinischen Zentrum Eichhof für eine der wirksamsten Maßnahmen gegen die Verbreitung von Erregern im Krankenhausalltag zu sensibilisieren, beteiligt sich das Lauterbacher Krankenhaus jedes Jahr am 5. Mai an der Aktion "Saubere Hände" des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin.

Für die Einhaltung der strengen Hygienevorschriften am Eichhof durch die Mitarbeiter ist unter anderem die Krankenschwester und Hygienefachkraft Dagmar Nigge zuständig. Sie organisiert regelmäßige Schulungen für die Mitarbeiter und kontrolliert die Beteiligung. Sie ist es auch, die die Aktion "Saubere Hände" mit dem diesjährigen Motto "Hand in Hand" des RKI jedes Jahr am 5. Mai durchführt. "Mit unserem Informationsstand im Foyer erreichen wir dabei nicht nur die Mitarbeiter, die sich nach der Desinfektionsübung registrieren müssen, sondern machen auch Patienten und Besucher des Hauses auf die Bedeutung der Händedesinfektion aufmerksam", sagt Dagmar Nigge. Eigens für diesen Zweck hat das Krankenhaus Eichhof ein Schwarzlichtgerät angeschafft, das die korrekte Durchführung, vor allem aber die Defizite in der Anwendung deutlich sichtbar macht. Nicht desinfizierte Bereiche an den Innen- und Außenflächen der Hände lassen sich unter dem Schwarzlicht nicht verbergen.

"Der 5.5. wurde wegen der fünf Finger jeder Hand zur Erhöhung der Patientensicherheit gewählt", kennt die Hygienefachkraft die Hintergründe des Aktionstages. Am Krankenhaus Eichhof müssen alle Mitarbeiter, die am Patienten arbeiten, Hände und Unterarme desinfizieren und das Tragen von Schmuck, wie z. B. Ringe oder Armbänder, sowie Nagellack sind nicht erlaubt, informiert die Hygienefachkraft.

"Infektionen belasten den Erfolg medizinischer Eingriffe. Eine sachkundig und konsequent durchgeführte Händedesinfektion durch das medizinische und pflegerische Personal ist eine einfache, kostengünstige und sehr wirksame Methode, um die Verbreitung von Krankheitserregern zu verringern", sagt auch der Ärztliche Direktor Dr. Dr. Christoph Herda. Dabei sei vor allem die korrekte Durchführung der Hygienemaßnahmen von immenser Bedeutung "Die Hände kommen mit allem in Kontakt. Sie werden zu Überträgern von Bakterien. Um einer unkontrollierten Verbreitung von Erregern zuvorzukommen, ist nach wie vor die Desinfektion das Mittel der Wahl", erklärt Dr. Dr. Herda. Was ursprünglich in der Geburtsmedizin eingesetzt wurde, um das Kindbettfieber einzudämmen, sei heute eine der wirksamsten Methoden gegen Infektionen – sofern korrekt angewendet, so der Mediziner. Dabei sei ihm aber auch wichtig, dass die Mitarbeiter über die Hautpflege informiert werden. Viele Desinfektionsmittel seien alkoholhaltig und trockneten die Haut aus. Damit es bei dauerhafter Anwendung nicht zu Hautirritationen komme, müssten die Hände entsprechend gepflegt werden. "Dieser Aspekt gehört mit zur Aufklärung über Nutzen und Anwendung von Hygienemaßnahmen", sieht sich der Ärztliche Direktor auch hier in der Verantwortung.

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