Großes Lob in Wiesbaden für Fuldaer "Inklusionskompass" 

Finalisten der "Google.org Impact Challenge 2018" in der Hessischen Staatskanzlei empfangen, darunter auch die "Interessengemeinschaft Barrierefreies Fulda"

Fulda/Wiesbaden - Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat am Dienstagnachmittag die hessischen Finalisten der „Google.org Impact Challenge 2018“ in der Regierungszentrale in Wiesbaden geehrt. Darunter auch die "Interessengemeinschaft Barrierefreies Fulda“ (IGbFD). Mit dem Wettbewerb fördert der Suchmaschinenanbieter "Google" das ehrenamtliche Engagement und unterstützt Projekte, die die Gesellschaft mithilfe von Technologie etwas besser machen – beispielsweise mit einer App, einer Internetseite oder auf andere Art und Weise.

„Alle Finalisten haben sehr innovative Projekte auf die Beine gestellt, die das Leben anderer Menschen verbessern und so eine Gemeinschaft nachhaltig stärken – sei es etwa mit einer Online-Plattform für Menschen mit Behinderung oder einer neuen Photovoltaikanlage, die ein HIV-Zentrum in Kenia mit Strom versorgt. Die Projekte zeigen eindrucksvoll, was ehrenamtliches Engagement und moderne Technologie zum Wohle der Allgemeinheit bewirken können“, sagte Wintermeyer.

Die "Interessengemeinschaft Barrierefreies Fulda“ hat mit dem „Inklusionskompass“ eine Online-Plattform mit Community-Funktion rund um Angebote erstellt, die sich vor allem an Menschen mit Behinderung richten. Betroffene können sich zu Themen wie Freizeit, Sport, Reisen, Hilfsmittel, Wohnen, Schule, Arbeit, Fahrdienste, Restaurants, Pflege, Assistenz, Therapeuten, Partnerschaft und vielem mehr informieren. Dadurch wird die Teilhabe am öffentlichen und kulturellen Leben enorm verbessert. Neue soziale Kontakte entstehen und ein selbstständiges Leben wird gefördert. Den eingetragenen Verein gibt es seit 2011 in Fulda. Das gesamte Preisgeld fließt in die Programmierung und Umsetzung des „Inklusionskompasses“.

Wie "IGbFD"-Vorsitzender Hanns-Uwe Theele auf Anfrage von "Fulda aktuell" mitteilte, "blieb aber auch ausreichend Zeit um unsere Aktivitäten zu präsentieren. Auch die Mängel der Inklusion und Barrierefreiheit in Fulda wurden angesprochen. Welche Hürden muss die ,IGbFD' bei ihrer Arbeit auch im Behindertenbeirat überwinden? Erfährt man Unterstützung von Politik und Gesellschaft und wie weit ist Fulda? Der Staatsminister lobte nicht nur das Projekt der ,IGbFD', sondern zeigte sich interessiert, einen solchen Kompass, nach Fertigstellung und entsprechender Testphase, auch in anderen Gemeinden und Landkreisen einzuführen. Großes Lob und Ehre für dieses Projekt durch die hessische Landesregierung. Eine solche Anerkennung hätten wir uns auch von den Verantwortlichen der Stadt Fulda gewünscht".

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