Bauarbeiten für die Landesgartenschau haben begonnen

Baubeginn auf der Fläche des Beratungsgartens.
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Baubeginn auf der Fläche des Beratungsgartens.

Der Beratungsgarten ist fester Bestandteil der „hessischen Landesgartenschauen“ (LGS). Er dient dazu, gärtnerisch Interessierte herstellerneutral und fachkundig zu informieren und zu beraten. Dabei steht insbesondere der Aspekt des umweltfreundlichen Gärtnerns im Haus- und Kleingärten im Mittelpunkt.

Fulda. Nun haben gut eineinhalb Jahre vor der Eröffnung der „LGS“ in Fulda die Arbeiten für den Beratungsgarten begonnen. Die Gesamtkoordination (Konzeption, Umsetzung, gärtnerische Betreuung sowie Beratung im Schaugarten) obliegt der Hessischen Gartenakademie (HGA), die beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) angesiedelt ist.

Novum: Beratungsgarten wird dauerhaft als Saisongarten erhalten bleiben

In Fulda wird der Beratungsgarten mit einer Größe von etwa 900 Quadratmeter zwischen Stadt und dem Stadtteil Galerie, innerhalb des Aktionsbandes im Bereich des SonnenGartens bzw. am Sprengelrasen, entstehen. Auf dieser Fläche konnte erstmalig sichergestellt werden, dass der Garten im Anschluss an die „LGS“ nicht mehr, wie bislang üblich, zurückgebaut werden muss, sondern eine Nachnutzung erfahren darf. Für den Landschaftsarchitekten Klaus Diehl (LLH), aus dessen Feder der Entwurfsplan für die Schauflächengestaltung stammt, ist dies ein Erfolg bereits weit vor dem Start der „LGS“. „Für die meisten Besucher ist es unverständlich, wenn mühsam geplante und mit viel Geld, Material und Aufwand gebaute und gepflegte Grünstrukturen am Ende einer Schau wieder abgerissen und entsorgt werden müssen. Daher war es von Beginn an unser Bestreben, nach Flächen Ausschau zu halten, die nach der Ausstellung für Folgenutzungen bereitstehen können, ohne dass wesentliche Rückbaumaßnahmen erforderlich werden. Als mögliche Folgenutzungen wären beispielsweise ein zentraler Schulgarten, ein Urban-Gardening-Projekt, oder wie hier in Fulda, ein stadtnaher Muster-Saisongarten denkbar. Auf alle Fälle ist dies für uns ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und auch soziokulturell“, bekräftigt Diehl.

Ziele

Und genau um Nachhaltigkeit soll es 2023 im Beratungsgarten der „LGS“ auch gehen. Ziel ist es, möglichst viele der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals [SDGs]) der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ in einen gärtnerisch relevanten Kontext zu stellen und zur Nachahmung sichtbar werden zu lassen.

- Ein wichtiger Aspekt, welcher im Beratungsgarten eine

herausragende Rolle spielen wird, ist das SDG Nr. 15 „Leben an Land“, unter dem sämtliche Bestrebungen zur Förderung der Artenvielfalt in

unseren Gärten zusammengefasst werden.

- Wenn Kommunen dazu beitragen, ihre Bürger dahingehend zu unterstützen und selbst eine Vorreiterrolle einnehmen, dann greift das SDG Nr. 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“.

- Es wird aber auch beispielsweise um „Gesundheit und

Wohlergehen“ (SDG Nr. 3) gehen, wenn Themen wie „Gesunde Ernährung“, „Gesundheitliche Wirkung von Gartenarbeit“ oder „Arbeitssicherheit“ angesprochen werden.

Begeistert ist das „LLH“-Projektleitungs-Team Helmut Müller und Klaus Diehl, dass die Baumaßnahme bereits zu einem so frühen Zeitpunkt erfolgt und die Gartenfläche vermutlich bereits im September, und somit bereits eineinhalb Jahre vor Gartenschaueröffnung, zur Bepflanzung zur Verfügung steht.

„Dies ermöglicht uns, bereits mit einer in Teilen gut

eingewachsenen Bepflanzung in die Gartenschau zu gehen und entzerrt darüber hinaus unsere Arbeit. Wir haben nun mehr Zeit, uns mit Inhalten, Detailplanungen und der Erstellung von Infobroschüren zu befassen. Darüber hinaus werden wir zusammen mit den Verbänden des Freizeitgartenbaus das Beratungskonzept erstellen und Beraterschulungen konzipieren“, so Müller.

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